Andreas Aurifaber
Addenda zum Biogramm
- Das Geburtsdatum im Biogramm wurde dem RAG (Link s.u.) entnommen. Scholz 1962, 63 und ADB geben abweichend 1512 an.
- Abweichende Angaben zur Magisterprüfung finden sich bei Scholz 1962, 64, der das Jahr 1543 angibt. Anselmino 2003, 41 nennt als Geburtsjahr 1512 oder 1514.
- Von seinen Zeitgenossen wurde Aurifaber auch als "Hundsdoktor" bezeichnet, weil er eine Schrift über Hunde (das Kynosophion; vgl. MAV Druck 16 117) ins Lateinische übersetzt hatte.
- Laut Burmeister 1977 waren Aurifaber und Georg Joachim Rheticus Studienfreunde.
- Zu den Eheschlüssen: 1539 heiratete er die Tochter von Hans Lufft, 1550 Agnes, eine Tochter von Andreas Osiander.
Literatur und weiterführende Links
- Burmeister 1977, 42
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d8380000c400
- Hammann, Gustav, "Aurifaber, Andreas" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 456 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116214856.html#ndbcontent
- Hirsch, August, "Aurifaber, Andreas" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 690 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116214856.html#adbcontent
In der Datenbank Amore scientiae facti sunt exules konnte kein Eintrag für Matthias Stoius gefunden werden.
Vita alt
Rede gehalten: MAV Druck 16 111
seit 1537 dort Professor (phil.); 1539 Rektor in Danzig; 1541 Rektor in Elbing. Im selben Jahr einjähriges herzogl. preuß. Stipendium für das Medizinstudium (Scholz 1962, 63; GStA PK Berlin, XX. HA, Ostpr. Fol. 13461, 7r; erw.: Jaster 2008, 44); 1542 Rückkehr nach Wittenberg. Als Dozent hielt er Vorlesungen und wurde im Sommersemester 1543 Dekan der philosophischen Fakultät. In Wittenberg; 1542 begann er mit seinen medizinischen Studien, die er mit Stipendium seines Herzogs in Padua; 1544 und Bologna; 1545 fortsetzte. Lt. RAG Dr. med. in Padua 1544. 1545 kehrte er nach Preußen zurück und wurde in Königsberg Leibarzt beim Herzog Albrecht (Preußen); 1546 und Professor für Physik und seit 1550 bis zum Lebensende Medizin in (Professor: Königsberg; 1546), 1552 Rektor.
SCholz
- S. 63: neben Brettschneider Professor secundus der medizinischen Fakultät in Königsberg
- Mit Axt Leibarzt
- Dann Ordinariat
- 1539/40 Magister legens in Wittenberg
- Tochter von Hans Luft geheiratet!
- Rektor Marienschule Danzig (Umgestaltung im Sinne Melanchthons) --> SChola Dantiscana berichtet über die neugegründeten sechs Schulen
- Hat Kopernikus bei der Abfassung von de libris revolutionum geholfen?
- Elbinger Gymnasium (Nachfolger von Gnapheus)
- Medizinstudium funanziert
- 1543 Fürsprache für Bleiben in Wittenberg: Luther, Bugenhagen, Camerarius, Melanchthon
Literatur
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngJZ4U870KB6tyfddI0y8HvW
- MBW Bd. 11: 97
- Scholz 1962, 63-73
- Gillet 1860, 1, 53
- Arnoldt 1994, 306 f.
- Anselmino 2003, 41-46
- Jaster 2005, 17-36 (Ärzteviten)
- Hermann Freytag: Die Preussen auf der Universität Wittenberg und die nichtpreussischen Schüler Wittenbergs in Preußen von 1502–1602. Duncker & Humblot, Leipzig 1903.
- Aurifaber (Andreas). In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 2, Leipzig 1732, Sp. 2220.
- Friedrich Wilhelm Bautz: Aurifaber (Goldschmid), Andreas. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 302–303.
- Richard L. Kremer: Calculating with Andreas Aurifaber: A new Source for Copernican Astronomy in 1540. In: Journal for the History of Astronomy 41 (4/1010), S. 483–502
- Aurifaber, Andreas, eigentlich Goldschmid. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE). 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Band 1: Aachen–Braniß. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-094657-2, S. 280 (books.google.de).