MAV Druck 17 482
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Zum Inhalt des Widmungsbriefes
Sennert fühlt sich seiner Heimatstadt Breslau noch immer sehr verbunden, obwohl er sie vor rund 38 Jahren verlassen hat und Wittenberg für ihn mittlerweile zu einer zweiten Heimat geworden ist. Lob Breslaus.
Die Stadt hat viele gelehrte Menschen und insbesondere viele hochgebildete Ärzte hervorgebracht. Im letzten Jahrhundert waren es sicherlich an die 100 Ärzte. Es folgt eine Liste von Ärzten, die in Breslau geboren wurden und sich besondere Verdienste erworben haben:
Antonius Niger, Andreas Aurifaber, Andreas Büthner, Johannes Crato, Johannes Moibanus, Johannes Spremberger, Balthasar Schneider, Abraham Seiler, Sigismund und Johann Woyssel, Paul Boreck, Caspar Backisch, Paul Friedewald, Paulus Hessus, Peter Monau, Wenceslaus Raphanus, Joachim Baudis, Johannes Hennemann, Johannes Jesenius, Daniel Bucretius, Georg Rumbaum, Karl Greuser, Elias Bonvinius.
Senner hat sich bemüht diesen Vorbildern gerecht zu werden, und aufgrund seiner Bemühungen wurde ihm der Lehrstuhl für Medizin in Wittenberg übertragen. Da er es für seine Pflicht hielt, nutzte er die Zeit, die ihm neben den Vorlesungen und der ärztlichen Praxis zur Verfügung stand, für private Übungen und zur Veröffentlichung von Schriften genutzt, mit denen er den Gelehrten der Medizin von Nutzen sein konnte.
Eigentliche Widmung.
Anmerkung zum Widmungsbrief
Inhaltlich ähnelt der Beginn des Widmungsbriefes dem Dedikationsschreiben, das Sennert dem sechsten Band seiner Practicae Medicinae vorangestellt hat; vgl. MAV Druck 17 855.