Andreas Aurifaber
Vita
geb. lt. RAG; abweichendes Geburtsdatum in PND: 1514; bei Schindler 1706, 10: 29.11.1513; abweich. Sterbedatum ebd.: 12.12.1558 (46° anno aet.)
1527 immatr. in Wittenberg; 1527, erwarb dort am 1. März 1532 den Grad eines Baccalaureus und am 28. August 1534 M.A.; seit 1537 dort Professor (phil.); 1539 Rektor in Danzig; 1540 immatr. in Leipzig; 1540; 1541 Rektor in Elbing. Im selben Jahr einjähriges herzogl. preuß. Stipendium für das Medizinstudium (Scholz 1962, 63; GStA PK Berlin, XX. HA, Ostpr. Fol. 13461, 7r; erw.: Jaster 2008, 44); 1542 Rückkehr nach Wittenberg. Als Dozent hielt er Vorlesungen und wurde im Sommersemester 1543 Dekan der philosophischen Fakultät. In Wittenberg; 1542 begann er mit seinen medizinischen Studien, die er mit Stipendium seines Herzogs in Padua; 1544 und Bologna; 1545 fortsetzte. Lt. RAG Dr. med. in Padua; 1544. 1545 kehrte er nach Preußen zurück und wurde in Königsberg Leibarzt beim Herzog Albrecht (Preußen); 1546 und Professor für Physik und seit 1550 bis zum Lebensende Medizin in Königsberg; 1546, 1552 Rektor.
Seit 1550 war er in zweiter Ehe mit Agnes, einer Tochter von Andreas Osiander verheiratet (vgl. Archivalien).
Im Streit um die Rechtfertigungslehre (Osiandrischer Streit) ergriff er Partei für Andreas Osiander und hatte großen Einfluss auf Herzog Albrecht (Preußen).
Laut Burmeister 1977 ein Studienfreund von Georg Joachim Rheticus
Von Zeitgenossen auch als "Hundsdoktor" bezeichnet, weil er eine Schrift über Hunde (das Kynosophion; vgl. MAV Druck 16 117) ins Lateinische übersetzt hatte.
Literatur
- GND
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngJZ4U870KB6tyfddI0y8HvW
- MBW Bd. 11: 97
- Scholz 1962, 63-73
- Gillet 1860, 1, 53
- Burmeister 1977, 42
- Arnoldt 1994, 306 f.
- Anselmino 2003, 41-46
- Jaster 2005, 17-36 (Ärzteviten)
Offen
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