Jacob Milichius: Unterschied zwischen den Versionen
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* Neben den akademisch relevanten Schriften ist Milich literarisch nicht reich emporgetreten. Erhalten sind in dem ihm gewidmeten Epitaph wie Epikedeion ein Epigramm sowie sein persönliches Wappen (Sagittarius-Kentaur) und eine poetische Fassung des 85. Psalms aus dem Jahre 1553 (Hofheinz, 311; [[MAV Druck 16 2667]], D<sub>ii</sub>f.; [[Olearius 1698]], 173f.). | * Neben den akademisch relevanten Schriften ist Milich literarisch nicht reich emporgetreten. Erhalten sind in dem ihm gewidmeten Epitaph wie Epikedeion ein Epigramm sowie sein persönliches Wappen (Sagittarius-Kentaur) und eine poetische Fassung des 85. Psalms aus dem Jahre 1553 (Hofheinz, 311; [[MAV Druck 16 2667]], D<sub>ii</sub>f.; [[Olearius 1698]], 173f.). | ||
* Bevor der Mathematiker Milich seine erste Ordinierung erhielt, leitete er das Paedagogium im Jahre 1524 (Scheible, 385; Koch, 318; Hofheinz, 310, der ihn zwischen 1523-1525 unterrichten lässt; Junghans 2005, der ihn von 1525-1529 im Paedagogium verortet). | * Bevor der Mathematiker Milich seine erste Ordinierung erhielt, leitete er das Paedagogium im Jahre 1524 (Scheible, 385; Koch, 318; Hofheinz, 310, der ihn zwischen 1523-1525 unterrichten lässt; Junghans 2005, der ihn von 1525-1529 im Paedagogium verortet). | ||
* | * Milich, Jura und geschichte | ||
* Jacob Milich verstarb an Apoplexie und ist in Wittenberg auf dem Friedhof der Stadtpfarrkirche St. Marien bestattet worden (Burmeister, 388f.; Koch, 318; Reusner, O<sub>iiiiv</sub>). (Alternatives Sterbedatum ist der 6. November 1559, dies nach?) | * Im Laufe seiner universitären Laufbahn war Milich unter anderem Schüler von [[Joachim Vadianus]], [[Konrad Heresbach]], [[Desiderius Erasmus]], [[Ulrich Zasius]], [[Henricus Loriti Glareanus]] und [[Nikolaus Gerbel (1485-1560)]] (Scheible, 385; Burmeister, 388; [https://www.deutsche-biographie.de/pnd117041777.html#adbcontent Jakob Franck]). | ||
* Jacob Milich verstarb an einer Apoplexie und ist in Wittenberg auf dem Friedhof der Stadtpfarrkirche St. Marien bestattet worden (Burmeister, 388f.; Koch, 318; Reusner, O<sub>iiiiv</sub>). (Alternatives Sterbedatum ist der 6. November 1559, dies nach?) | |||
Version vom 18. Juli 2024, 13:56 Uhr
Addenda zum Biogramm
- Jacob Milich hatte einen namentlich nicht bekannten Bruder, Ihr Vater, ebenso unbekannt, war Amtsmann in Freiburg (Scheible, 385-387; MAV Druck 16 2667, Biv).
- Milich ehelichte (11.06.1529) Susanna Moschwitz, die Schwester der Anna Moschwitz, was ihn zum Schwager von Augustin Schurff machte (Koch, 318; Scheible; Plateanus, Biiir).
- Der humanistisch gebildete Mediziner Milich war im Besitz einer ansehnlichen Privatbibliothek, die er womöglich seinem Sohn und Arzt Heinrich Milich vermachte (Burmeister, 389; Clemen).
- Zur Immatrikulation in Wien entrichtete Milich eine Gebühr in Höhe von 43 den. (Szaivert/Gall, Milich war inskribiert in der Natio Renensium).
- Die astrologische Begeisterung Milichs, eine, die vor allem auf der Kommentierung des zweiten Buches der Naturalis historia beruht, scheint von seinem Sohn Jakob Milich II. geteilt worden zu sein (MAV Drucke; Zinner, besonders 250; Burmeister, 388f. (nur Burmeister meint, Jacob Milich habe eine Professur für Kosmologie sowie eine Pliniuslektur in Wittenberg bekleidet); Mondkrater, der nach Jacob Milich bennant worden ist).
- Noch im 17. Jahrhundert findet Milichs Pliniuskommentar Erwähnung in gelehrten Kreisen (Sozinianischer Briefwechsel).
- Neben den akademisch relevanten Schriften ist Milich literarisch nicht reich emporgetreten. Erhalten sind in dem ihm gewidmeten Epitaph wie Epikedeion ein Epigramm sowie sein persönliches Wappen (Sagittarius-Kentaur) und eine poetische Fassung des 85. Psalms aus dem Jahre 1553 (Hofheinz, 311; MAV Druck 16 2667, Diif.; Olearius 1698, 173f.).
- Bevor der Mathematiker Milich seine erste Ordinierung erhielt, leitete er das Paedagogium im Jahre 1524 (Scheible, 385; Koch, 318; Hofheinz, 310, der ihn zwischen 1523-1525 unterrichten lässt; Junghans 2005, der ihn von 1525-1529 im Paedagogium verortet).
- Milich, Jura und geschichte
- Im Laufe seiner universitären Laufbahn war Milich unter anderem Schüler von Joachim Vadianus, Konrad Heresbach, Desiderius Erasmus, Ulrich Zasius, Henricus Loriti Glareanus und Nikolaus Gerbel (1485-1560) (Scheible, 385; Burmeister, 388; Jakob Franck).
- Jacob Milich verstarb an einer Apoplexie und ist in Wittenberg auf dem Friedhof der Stadtpfarrkirche St. Marien bestattet worden (Burmeister, 388f.; Koch, 318; Reusner, Oiiiiv). (Alternatives Sterbedatum ist der 6. November 1559, dies nach?)
Anderslt. Geburtsdatum: 24.1.1501, geb in Lehen bei Freiburg; seit 1513 Studium (Studium: Freiburg;1513), 1515/6 dort B.A., dann Studium in (Studium: Wien;1518), 1520/21 M.A. in Freiburg im Breisgau; 1521 erneut immatr. in Wien, 1523/24 immatr. (Studium: Wittenberg;1523), unterrichtet am Pädagogicum, 1527 Aufnahme in die philosophische Fakultät, 1528 dort Dekan, 1529 Prof. für (niedere) Mathematik und Heirat mit Susanna Morschwitz, Schwester der Frau von Augustin Schurff, 1536 Dr. med. (Doktor: Wittenberg; 1536) (lt. RAG: 1543) und (dritter) Prof. der Medizin (Professor: Wittenberg; 1536; 1559) in Nachfolge von Caspar Lindemann, 1544 zweite, 1548 erste Professur. Rektor 1536, 1541/42, 1549, 1556. 1546/7 Arzt in Magdeburg, 1547/8 Stendal. Lt. Lesser/Förstemann 1860 war er möglicherweise einige Zeit Physikus in (Stadtarzt: Nordhausen), da ein Schreiben von Melanchthon vorliegt, der Milichius auf die freie Stelle hinweist.
Leibarzt in (Leibarzt: Anhalt) (ab 1536?)
Eng mit Ph. Melanchthon befreundet; dessen De anima ist eine mit M. gemeinsan hergestellte Adaption der aristot. Physik (Scheible, Aufsätze zu Melanchthon, TÜ 2010, 80)
Werke
- Poetische Fassung des 85. Psalms (Wittenberg, 1553; in: Johann Gottfried Olearius (Hg.), Scrinium antiquarium, idiocheira antiquitatis fragmenta... plus centum epistolas et schedas... communicans, Jena/Arnstadt 1698, 173 f. (vh.: SUB Göttingen).
Literatur und weiterführende Links
- Theodor Plateanus: Epicedion scriptum (...) Iacobo Milichio, Wittenberg 1560. https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00027743-2 (=MAV Druck 16 2667)
- ADB 1875-1912: 21, 745 https://www.deutsche-biographie.de/sfz63369.html#adbcontent Jakob Franck (ABD)
- Kaiser/Völker 1980b, 14f.
- Koch 2007, 292 und 318.
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngRH8C274QJ03gnplQKg3PdU
- Lesser/Förstemann 1860, 210
- Disselhorst 1929, 84
- Helm 1970, 33 (Anm. 113) (werkangabe und Anmerkungsangabe scheint falsch zu sein, bzw. meint ein anderes Buch?)
- Hofheinz 2001, 26f., 310f. (mit weiterer Literatur)
- Junghans 2005, 250, 261, 264-268
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d8380000a0e8
- Scheible 2013, 385-387
- Szaivert/Gall 1967, 452 (1518.Aug., kein genaues Datum angegeben), "Jacobus Mielich ex Friburgo 43 den.", Natio Renensium
- https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Milich (Mondkrater?)
- Müller 1715,
- Hartfelder 1892,
- Eusebius Menius https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00028194-4 (=MAV Druck 16 2963)
- Bild: http://leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/wlbblb_personen/117041777/X http://ores.klassik-stiftung.de/ords/f?p=900:3:::::GND:117041777 http://digiporta.net/?sf=2&al=117041777 http://portraitindex.de/dokumente/pnd/117041777
- Erwähnung Milichs in Briefen des 17. Jhds. https://sozinianer.de/entry/ed_nqq_nyv_c3b
- Verschiedene Briefe, die wahrscheinlich im Briefprojekt enthalten sind (ist noch zu überprüfen): http://kalliope.staatsbibliothek-berlin.de/query/?q=ead.authfilenumber=117041777 ; dergelich hier: http://correspsearch.net/search.xql?correspondent=http://d-nb.info/gnd/117041777
- Melchior Adam
- Viele VD16-Sachen und ähnliches (über prometheus)
- Infos über Archivalien: interne Seite des Briefporjektes
- Zedler
- Silvia Pfister: https://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2012-3/BFB_0312_05_Pfister_V03.pdf
- Nikolaus Reusner: Icones,
- Milich ist hier Widmungsempfänger: https://gateway-bayern.de/VD16+S+9006 , vgl. Hartfelder S.240
- seine Söhne Heinrich/Jakob (und andere?) müssen angelegt werden (Infos bei Koch, Scheible, Clemen, CIV https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800007c20 ; https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800007c22) andere Söhne sind, s. Scheible 2013, Paul (https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800006168), Sigismund (https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d8380000616a), Caspar (https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d8380000616c)
- Förstemann 1841,
- Friedensburg 1917,
- Friedensburg 1926,
- Burmeister 2015, (S. 206, ein Jacob Fabricius war Mathe schüler von Milich, https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800009dd2)
- VD 16 Druck, in dem Milich wegen seiner Mathematischen Kentnisse erwähnt wird: https://gateway-bayern.de/VD16+M+5667
- MAV Druck 16 855, hier wird der Sohn Jakob Milich II. gennant (d. h. Jacob Milichius muss womöglich der I. gennant werden).
- Lt. Burmeister 389 war der Sohn Heinrich Stadtarzt von Brandenburg und studierte an der Leukorea, d. h. er war ein MAV (hier wird er erwähnt: https://gateway-bayern.de/VD16+ZV+8551).
- Mayer 1907, 210 (Immatrikulation und Bacc. und Mag. Daten und Todesdatum, falsches Dr. Datum, irrtümlich Angabe über ein Jura Studium (in Zedler wird etwas ähnliches angemutet))
- Zinner 1964, (s. Handy, lt. Burmeister ist einer der Drucke n von Milich selbst, sondern von seinem Sohn)
- Werke, die angelegt werden müssen: https://gateway-bayern.de/VD16+R+667 https://gateway-bayern.de/VD16+S+9006
- 119762307 GND (Sohn von Milich, identisch mit MAV Druck 16 1161 ? und Laurentius (Scheible 2013?, wohl https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800006169)
- Clemen 1902,
- Hartfelder 1889,
- Müller 1911,
- Köstlin 1888,
- Klose 1999,
- Klose 1999b,
- Olearius 1698, 173f. (eine Version vom 85. Psalm aus dem Jahre 1553)
- (womöglich relevant: https://gateway-bayern.de/VD16+P+2059 (Theoricae novae) ; https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00029258-7 (Elementa arithmetica, hat identische VD 16 Nummer wie die Elementa geometriae, ist aber ein anderes Werk/Druck ); https://gateway-bayern.de/VD16+E+4165 (Elementa geometriae + Arithmeticae practicae)