Augustin Schurff
Addenda zum Biogramm
- Alternatives (wohl fälschlich überliefertes) Geburtsjahr: 1494
- Sohn von Johann Schurff, Arzt in St. Gallen
- am 28.05.1517 in den Senat der Universität Wittenberg aufgenommen
- Medizinprofessur neben Stephan Wild für theoretische Medizin, später Lehrstuhl für Galen und Hippokrat neben einem Lehrstuhl für Rhazes und Avicenna, der nach Vakanz 1544 mit Jacob Milichius besetzt wurde
- 1522 Eheschließung mit Anna Moschwitz, Tochter des Torgauer Bürgermeisters Matthäus Moschwitz; damit Schwager seines Kollegens Jacob Milichius
- Nach der Kopfsektion hielt Schurff weitere öffentliche Sektionen ab
- Als Rektor Teilnahme am Begräbnis Martin Luthers am 22.02.1546 in der Schlosskirche in Wittenberg
Sohn von Johann Schurff, Arzt in St. Gallen. Studium in (Studium: Wittenberg; 1509; ), 18. März 1512 Baccaulaureat, 30. Januar 1516 Magister Artium. 1518 Dekan der Universität Wittenberg, Professur für Logik und Physik. 1518 Baccalaureus der Medizin, 3. Juni 1521 Lizentiat; Promotion zum Dr. med. in (Doktor: Wittenberg; 12.06.1521) und, zunächst probehalber, Lehrstuhlinahber für theoretische Medizin in (Professor: Wittenberg; 1521; 1548). Zeitweise in Zerbst ansässig. Seziert 1526 vor Dozenten und Studenten einen menschlichen Kopf: : mehr aus den Fakultätsakten bei Lesser; Leibarzt am kursächsischen Hof bei (Leibarzt: Johann Friedrich I. (Sachsen); 27.08.1529; ), begleitet den damaligen Kurprinzen auf Reisen. Weitere Leibarztämter: Bei (Leibarzt: Johann Friedrich II. (Sachsen); 26.01.1533; ); in Dessau am anhaltischen Hof; bei Martin Luther. Weiterhin hohe Ämter an der Universität Wittenberg.
1522 verh. mit Anna oder Agnes (verst 1540), Tochter des Torgauer Bürgermeisters Matthäus Moschwitz.
1545 gegen 500 Gulden in Besitz des Dorfes Bornim.
Literatur und weiterführende Links
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800006a3c
- Koch 2007, 292 und 328 f.
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngAQ6D577AI38pwMuZJp9Ymx
- Lesser 2015, 53 f.
- Köstlin 1887, 12 und 27
- Müller 1911, 295-300
- Friedensburg 1926
- Disselhorst 1929, 83-84
- Völker 1985, 38
- Junghans 2005, 256, 261, 265
- https://www.uni-wittenberg.de/kollegen/schurff-augustin/
- Scheible 2021, 229-234