Severin Göbel I.: Unterschied zwischen den Versionen
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Am Hof in Königsberg war Göbel in einen Streit [[Paul Skalich]] geraten. So warf Göbel Skalich etwa Verunglimpfung vor und sprach sich gegen die Verabreichung eines Medikaments aus, das Skalich (kein studierter Arzt) verabreicht hatte. Der Streit hatte auch Einfluss auf das Verhältnis Göbels zum Drucker [[Hans Daubmann]], einem Günstling Skalichs. 1566 musste Skalich den Hof verlassen (vgl. [[Anselmino 2003]], S. 46-48). | Am Hof in Königsberg war Göbel in einen Streit [[Paul Skalich]] geraten. So warf Göbel Skalich etwa Verunglimpfung vor und sprach sich gegen die Verabreichung eines Medikaments aus, das Skalich (kein studierter Arzt) verabreicht hatte. Der Streit hatte auch Einfluss auf das Verhältnis Göbels zum Drucker [[Hans Daubmann]], einem Günstling Skalichs. 1566 musste Skalich den Hof verlassen (vgl. [[Anselmino 2003]], S. 46-48). | ||
In Königsberg hatte sich Göbel für die Errichtung eines Wildbades sowie einer Art Krankenstation eingesetzt (vgl. [[Anselmino 2003]], S. 48 f.). | |||
== Werkübersicht == | == Werkübersicht == | ||
Version vom 17. Oktober 2022, 13:52 Uhr
Literatur todo
- Arnoldt 1994, 308 f.
- Anselmino 2003, 46-58
- Jaster 2005, 17-36 (Ärzteviten)
Addenda zum Biogramm
Am Hof in Königsberg war Göbel in einen Streit Paul Skalich geraten. So warf Göbel Skalich etwa Verunglimpfung vor und sprach sich gegen die Verabreichung eines Medikaments aus, das Skalich (kein studierter Arzt) verabreicht hatte. Der Streit hatte auch Einfluss auf das Verhältnis Göbels zum Drucker Hans Daubmann, einem Günstling Skalichs. 1566 musste Skalich den Hof verlassen (vgl. Anselmino 2003, S. 46-48).
In Königsberg hatte sich Göbel für die Errichtung eines Wildbades sowie einer Art Krankenstation eingesetzt (vgl. Anselmino 2003, S. 48 f.).
Werkübersicht
Ein Schwerpunkt von Göbels literarischen Schaffen liegt auf der Beschäftigung mit Bernstein und seinem Ursprung, worüber er zwei Werke allein (MAV Druck 16 2651 und MAV Druck 16 2653 (mehrfach nachgedruckt)) und eines zusammen mit seinem Sohn unter dessen Namen (MAV Druck 16 2649) veröffentlichte. Er folgt dabei Georg Agricola und Valerius Cordus, wenn er sich dafür ausspricht, dass es sich bei Bernstein nicht um ein Baumharz, sondern um einen aus der Erde kommenden Saft handelt. Andreas Aurifaber vertritt 1551 in einem Auftragswerk ( MAV Druck 16 113 ) dieselbe Meinung. Beide sind auch der Ansicht, dass der Bernstein von Gott geschaffen wurde, um Ehrfurcht und Demut beim Menschen hervorzurufen.
Weiterhin verfasste er kleinere diätetische Werke (MAV Druck 16 1852 und MAV Druck 16 2923) und Pestregimina (MAV Druck 16 2922 und MAV Druck 16 2650) sowie, sozusagen als Spezialfall, ein Werk zur Prävention und Bekämpfung von Seuchen in Feldlagern (MAV Druck 16 2654). Hinzu kommen Gelegenheitsgedichte, d.h. Epithalamien (MAV Druck 16 2648 und MAV Druck 16 2655), sowie ein Werk über den Missbrauch der Arznei (MAV Druck 16 2924) und ein Kommentar zu den Aphorismen des Hippokrates (MAV Druck 16 102).