MAV Druck 16 2651

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Zitationsvorschlag MAV Druck 16 2651 (18.09.2025), in: Medicinae Alumni Vitebergenses (MAV), https://mav.kallimachos.de/MAV_Druck_16_2651
VD16- / VD17-Nummer VD16 G 2452
Katalogeintrag http://gateway-bayern.de/VD16+G+2452
Jahr 1558
Sprache Latein
Titel PIA COMMONEFACTIO DE PASSIONE, RESVRRECTIONE AC BENEFICIIS CHRISTI, QVAE IN HISTORIA SVCCINI DEPINGVNTVR. HVIC VERA DE origine Succini addita est sententia. Autore Seuerino Goebelio. Med. Doctore.


Digitalisate http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00088003-0
Drucker Nikolaus Heinrich d.Ä.
Druckort Oberursel
Verfasser Severin Göbel I.







Widmungsempfänger Urban Sagstetter
Schlagworte BernsteinNachgedrucktNaturphilosophieReichstagTheologieTürkenkriegeWidmungsbrief
Parteinahme gegen folgende Person(en) Andreas Osiander


Weitere Auflagen und Nachdrucke

VD16- / VD17-NummerVD16- / VD17-LinkJahrDruckortDruckerAnmerkungen
VD16 ZV 244411582KönigsbergGeorg OsterbergerDrucker und Druckort ermittelt. Der Nachdruck erschien unter dem Titel De succino libri duo. Ihm wurde ein Geleitgedicht von Conrad Gessner vorangestellt. Zudem weist die Ausgabe einen anderen, an Jan Kiszka gerichteten Widmungsbrief auf. Inhalt: Göbel will sich für Kiskas Freigebigkeit bei Göbels zweiter Hochzeit mit der Neuauflage der vor 24 Jahren verfassten "Geschichte des Bernsteins" bedanken. Göbel schreibt im Widmungsbrief auch, dass er am Ende noch mehr Erwähnens- und Wissenswertes hinzugefügt hat (und auch auf dem Titelblatt wurden "weitere Erläuterungen zu Ambra usw." (alia quaedam de Ambra, etc.) angekündigt). Tatsächlich findet sich allerdings kein weiteres Werk im Druck.

Inhalt und Aufbau

  • Widmungsbrief an den Bischof Urban Sagstetter: Totz der schwieriegen politischen Lage verkünden einige Fürsten, Doktoren und Pastoren die wahre Lehre des Evangeliums. Gott bringt sie dazu, und sie lassen sich bei ihrem Vorhaben durch niemanden beeinflussen. Während Bischof Urbanus auf dem Reichstagtag [1558/59 in Augsburg] das wahre Wort des Evangeliums verkündet und den Missbrauch des Fastens und anderer religiöser Bräuche kritisiert, wollte Göbel sein Werk über den traurigen Zustand der Kirche anhand der Geschichte des Bernsteins veröffentlichen. Er möchte damit viele zum Gebet aufrufen. Gemeinsam wollen sie für das Wohl der Kirche und des Staates beten angesichts der Angriffe der Osmanen und anderer Feinde. Gott möge sie alle lenken und ihnen auf dem Reichstag Eintracht und Frieden schenken, damit sie sich gegen die Osmanen und die Feinde Christi wappnen können und nicht mehr durch innere Streitigkeiten entzweit werden. Bitte um gute Aufnahme des Werks.
  • Inhalt des Hauptteils (u.a.):
    • Die Natur und somit auch der Bernstein wurde mit dem Zweck geschaffen, den Menschen in ehrfürchtiges Staunen über Gottes Werk zu versetzen. Lange Ausführungen darüber, inwiefern die verschiedenen Arten des Bernsteins wiederspiegeln, was in der Kirchengeschichte passiert (so entsprechen z.B. verschiedene Bernsteinarten verschiedenen Arten von Gläubigen; und die Tatsache, dass der Bernstein im salzhaltigen Meer durch die Fluten hin und her geworfen wird, symbolisiert das Leiden der Menschen). Gebet.
    • Der Rest wird mit einer eigenen Überschrift (De generatione succini petrolei ac reliquis bituminis succis) eingeleitet: Lange Ausführungen über den Ursprung des Bernsteins. Er ist kein Baumharz, sondern ein aus der Erde stammender Saft, ein Erdpech (Bitumen). Dabei kritisiert Göbel über mehrere Seiten hinweg die Argumentsweise Cardanos (der allerdings auch an kein Baumharz glaubt). Längere Ausführungen zu anderen Bitumina.
    • Anmerkung: Göbel spricht sich in dem Werk auch gegen die Lehre Osianders aus.

Literatur und weiterführende Links