Severin Göbel I.: Unterschied zwischen den Versionen
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Ein Schwerpunkt seines literarischen Schaffens liegt auf der Beschäftigung mit Bernstein und seinem Ursprung, worüber er gleich mehrere Werke allein ([[MAV Druck 16 2651]], [[MAV Druck 16 2653]], [[MAV Druck 16 2652]], [[MAV Druck 17 2442]]) oder zusammen mit seinem Sohn unter dessen Namen ([[MAV Druck 16 2649]]) veröffentlichte. Er folgt dabei [[Georg Agricola]] und [[Valerius Cordus]], wenn er sich dafür ausspricht, dass es sich bei Bernstein nicht um ein Baumharz, sondern um einen aus der Erde kommenden Saft handelt. [[Andreas Aurifaber]] vertritt 1551 in einem Auftragswerk ( [[MAV Druck 16 113]] ) dieselbe Meinung. Beide sind auch der Ansicht, dass der Bernstein von Gott geschaffen wurde, um Ehrfurcht und Demut beim Menschen hervorzurufen. | Ein Schwerpunkt seines literarischen Schaffens liegt auf der Beschäftigung mit Bernstein und seinem Ursprung, worüber er gleich mehrere Werke allein ([[MAV Druck 16 2651]], [[MAV Druck 16 2653]], [[MAV Druck 16 2652]], [[MAV Druck 17 2442]]) oder zusammen mit seinem Sohn unter dessen Namen ([[MAV Druck 16 2649]]) veröffentlichte. Er folgt dabei [[Georg Agricola]] und [[Valerius Cordus]], wenn er sich dafür ausspricht, dass es sich bei Bernstein nicht um ein Baumharz, sondern um einen aus der Erde kommenden Saft handelt. [[Andreas Aurifaber]] vertritt 1551 in einem Auftragswerk ( [[MAV Druck 16 113]] ) dieselbe Meinung. Beide sind auch der Ansicht, dass der Bernstein von Gott geschaffen wurde, um Ehrfurcht und Demut beim Menschen hervorzurufen. | ||
Weiterhin verfasste er kleinere diätetische Werke und Pestregimina sowie, damit verwandt, ein Werk zur Prävention und Bekämpfung von Seuchen in Feldlagern. Hinzu kommen Gelegenheitsgedichte (Epithalamien) und ein Werk über den Missbrauch der Arznei. | |||
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Version vom 13. Oktober 2022, 09:28 Uhr
Vita
Studiendaten lt. RAG: Studium in Königsberg; 1544 und Wittenberg; 1553, 1557 dort Dr. med. Wittenberg; 1557, 1558 Leibarzt des Landgrafen Philipp I. (Hessen); 1558 1561-1568 Hofmedikus des Markgrafen Albrecht von Preußen; 1561; 1568 in Königsberg, dann Hofarzt in Sachsen-Coburg, ab 1570 (RAG: 1568) Stadtarzt Danzig; 1570, ab 1577 Hofmedikus des Markgrafen Albrecht Friedrich von Preußen; 1577 in Königsberg und dort Prof. med. Königsberg; 1583; 1593.
TODO:
- Spricht sich in der Pia commonefactio klar gegen die osiandrische Lehre aus.
Werke
Vorbemerkung: Weil Göbels Sohn den gleichen Namen trägt, wurden in einigen Bibliothekskatalogen und gedruckten Beiträgen einige Drucke falsch zugeordnet.
Ein Schwerpunkt seines literarischen Schaffens liegt auf der Beschäftigung mit Bernstein und seinem Ursprung, worüber er gleich mehrere Werke allein (MAV Druck 16 2651, MAV Druck 16 2653, MAV Druck 16 2652, MAV Druck 17 2442) oder zusammen mit seinem Sohn unter dessen Namen (MAV Druck 16 2649) veröffentlichte. Er folgt dabei Georg Agricola und Valerius Cordus, wenn er sich dafür ausspricht, dass es sich bei Bernstein nicht um ein Baumharz, sondern um einen aus der Erde kommenden Saft handelt. Andreas Aurifaber vertritt 1551 in einem Auftragswerk ( MAV Druck 16 113 ) dieselbe Meinung. Beide sind auch der Ansicht, dass der Bernstein von Gott geschaffen wurde, um Ehrfurcht und Demut beim Menschen hervorzurufen.
Weiterhin verfasste er kleinere diätetische Werke und Pestregimina sowie, damit verwandt, ein Werk zur Prävention und Bekämpfung von Seuchen in Feldlagern. Hinzu kommen Gelegenheitsgedichte (Epithalamien) und ein Werk über den Missbrauch der Arznei.
TODO: Werk über Missbrauch der Arznei
Literatur
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngFV9W678EN48ubRzGYu6DrI6GI
- PND
- Koch 2007, 310 f.
- Arnoldt 1994, 308 f.
- Schmidt-Herrling 1940, 221 f.
- Anselmino 2003, 46-58
- Jaster 2005, 17-36 (Ärzteviten)