Johannes Placotomus I.: Unterschied zwischen den Versionen
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Anfang 1566 wieder in Danzig nachgewiesen: Trew, Placotomus 3. | Anfang 1566 wieder in Danzig nachgewiesen: Trew, Placotomus 3. | ||
Version vom 9. August 2022, 13:47 Uhr
1530 in Wittenberg immatrikuliert, dort 1541 Magister Artium. 1543 Dr. med. Im selben Jahr Umzug nach Königsberg, wo er auf Empfehlung von Martin Luther Schulrektor wird. 1544 ist er erster Professor für Medizin. es entwickelt sich ein Streit mit Andreas Aurifaber ("Professor secundus"; ebenfalls in Königsberg) wegen dessen Parteinahme für Osiander. 1548 Abmahnung durch Herzog Albrecht. 1550 wird er wegen des Streits mit Aurifaber und
Antiosiandrist
Gegner (Osianderstreit): Aurifaber, Osiander
Gegner: Fuchs / Ryff (Deutsche Üersetzungen)
Vita
Andere Quellen geben als Geburtsort "Murstadt" an. - Lt. Skrobacki 1969, 57 Sohn des Danziger (!) Apothekers Jacob B. Murstadio in Druck (MAV Druck 16 1854)
seit 1543 in Königsberg (Schulrektor auf Empf. Luthers); erster Professor der Medizin in Königsberg; 1544 für 300 Mk.; 1548/49 Rektor; Leibarzt bei Herzog Albrecht (Preußen).
Danach war er als Arzt tätig, dann Stadtarzt in Danzig; 1552; 1555; Verwalter der Ratsapotheke; wird ausgewiesen. Melanchthon widmete ihm seine Vorrede zu Josias Menius’ Conspecta in coelo imagines, non procul a Brunsviga anno M.D.XLIX. descriptae Elegia (Wittenberg 1553) (Melanchthon, Briefwechsel, Bd. 7: 20) und setzte sich 1553 vergeblich für seine Neuberufung erst nach Greifswald (ebd., Bd. 7: 45), dann nach Frankfurt (Oder) (ebd. Bd. 7: 63) ein. - Nach Bargmann 1951, 66 später in Elbing tätig.
Anfang 1566 wieder in Danzig nachgewiesen: Trew, Placotomus 3.
SterbeJahr anderslt.: 1586
Vater von Johannes Placotomus II.
Weitere Notizen aus Schnaase 1865 (nicht mit der obenstehenden Vita abgeglichen; Schnaase schöpft wohl aus Valentin Schlieffs biogr. Arbeiten zu Danzig, welche ihrerseits auf Ludwig von Hammen zurückgehen: S. 7):
- gegner osianders, dadurch ab 1550 vom hzg verdächtigt und kontrolliert
- greift andreas osiander, den schwiegersohn osianders, an
- daraufhin aus dem senat auscgeschlossen
- hzg befiehlt ihm ruhe zu halten, das mißlingt
- 10.1550 aus dem hzm ausgewiesen, da er sich aber zugl. wg. der schmähung o.s verteidigen soll, bleibt p. da
- ab 1551 fürsprache melanchthons, cr 4843 ua
- 1552 nach danzig, dort prakt. arzt
- nach 1555 angebl. in wb, l, kbg lehrend
- 1558 aus deutschland wieder nach dzg, da ihn nikolaus radziwill zum la ernannt hat
- von da an bis zum tode in dzg
- ab 1562 oder 1563 med. phys. gedan., lt. ephr. praetorius, athenae gedanenses
- ob auch prof. gymn. ged., unsicher
- 1. Ehefrau Kath. Rinck, T. des Eislebener Stadtvogts; 3 T.: Cath. (vh. m. Andr. Haek), Anna (vh. m. M. Casp. Schütz, Sekr. d. St. Dzg.), Dorothea (vh. m. Barth. Berends), 2 S.: Joh., Dan.; 2. Ehefr. Barbara von Arlen, 3 S.: Dav., Sal., Jacob; David Dr. [med.?] PD 1592
- gibt 1556.60.83 hessus‘ de tuenda bona val. neu heraus
- Abweichendes Sterbejahr (S. 15): Anfang 1577
Literatur
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngDT6G870EL6mszZxCcs1BpG
- PND
- Polski slownik biograficzny 26 (1981), 634-636 (Z.H. Nowak)
- Vgl. Melanchthon, Briefwechsel: Bd. 11: 210f.
- Schnaase 1865
- Bargmann 1951, 66
- Scholz 1962, 58-61.
- Skrobacki 1969, 57 f.
- Stupperich 1973, 89 ff.
- Kaufmann 2001, 270 Anm. 113
- Anselmino 2003, 34-41
- Jaster 2005, 17-36 (Ärzteviten)