MAV Druck 16 1853

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Zitationsvorschlag MAV Druck 16 1853 (03.09.2025), in: Medicinae Alumni Vitebergenses (MAV), https://mav.kallimachos.de/MAV_Druck_16_1853



Jahr 1560
Sprache Latein
Titel Pharmacopoea In Compendivm Redacta / per Ioannem Placotomum. Eiusdem Dispensatorium vsitatissimorum hoc tempore medicamentorum descriptiones continens


Digitalisate https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11269447
Drucker Martin Nuyts (Witwe)
Druckort Antwerpen
Verfasser Johannes Placotomus I.







Widmungsempfänger Rat der Stadt (Danzig)
Schlagworte ApothekerkritikNachgedrucktPharmazieRezeptsammlungWidmungsbriefWissenschaftssprache



Inhalt und Aufbau

  • Bl. 1v: Königliches Privileg
  • Bl. 2r-4r: Widmungsbrief an Bürgermeister und Rat der Stadt Lübeck:
    • Placotomus ist in Lübeck unbekannt, hat aber von der Großzügigkeit dieser Stadt gegenüber Literaten gehört. Deshalb widmet er den Adressaten dieses Werk über die Herstellung von Medikamenten. Es ist für Anfänger (tyrones) konzipiert.
    • Als Placotomus vor einigen Jahren in Danzig das Amt eines Arztes innehatte, hat er einen Verwandten zum Lernen in die Stadtapotheke geholt. Placotomus wollte, dass sein Verwandter nicht nur die Praxis (usus) lernt – so wie es Apotheker tun –, sondern auch die theoretischen Grundlagen (ratio). Nun, Jahre später, hat er es anhand des Autographs überarbeitet und in den Druck gegeben.
    • Wortreiche Klage über mangelhafte Lateinkenntnisse zeitgenössischer Apotheker. Das Werk dient als knappe Einführung für Anfänger. Nachdem man an ihm die Grundlagen gelernt hat, soll man die Bücher des Sylvius angehen, in denen nichts fehlt, was sich auf die Herstellung von Medikamenten bezieht.
    • Bitte um gute Aufnahme des Drucks.
  • Bl. 5r ff.: Pharmacopoea: Einführungswerk in die Herstellung von Medikamenten.
  • Bl. 131r ff.: Dispensatorium sive formulae usitatissimorum medicamentorum compositorum in graciam Tyronum pharmacopoeae editae: Sammlung der üblichsten Rezepte.
    • Inhalt der praefatio: Nachdem in der Pharmacopoea die Grundlagen dargestellt wurden, enthält das Dispensatorium nun die wichtigsten Rezepte zum Üben. Sie werden „nackt“ präsentiert, d.h. ohne Übersetzung bestimmter Begriffe, wie (Valerius) Cordus es macht, und auch ohne Anleitung zur Herstellung. Placotomus hat auch nicht die Wirkungen der Medikamente beigeschrieben, denn die soll nur ein Arzt kennen. Man darf die Herstellung von Medikamenten nicht mit der Medizin verwechseln. Ärzte müssen ein anderes Werk benutzen, in dem auch Mengenangaben, die Gründe für die Wirkungen und die Dosis sowie die Verwendungsweise beschrieben werden. Weitere Angaben zur Gestaltung der Rezepte, zu verwendeten Fachbegriffen und Vorbildern.