Johannes Jesenius
Addenda zum Biogramm
Literatur und weiterführende Links
- ADB 13 (1881), 785-786
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d8380000394a?offset=103
- Kaiser und Höfe: https://kaiserhof.geschichte.lmu.de/31629 (17.02.2023)
- Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen: https://kulturstiftung.org/biographien/18845-2 (17.02.2023)
- Mathematics Genealogy Project: https://www.mathgenealogy.org/id.php?id=127278 (17.02.2023)
- Sächsische Biographie: https://saebi.isgv.de/person/snr/2320 (17.02.2023)
- Schindler 1706, 140
- https://zivotopisyonline.cz/jan-jesensky-27121566-2161621-lekar-dvou-cisaru/
Todo
ADB: 1596 in Wittenberg die Doctorwürde erlangt
Fehlende Werke:
- De anima et corpore universi. Prag 1605 https://books.google.de/books?id=ts0GAAAAcAAJ
- De sanguine vena secta demisso judicium. Daniel Sedesanus [Sedlčanský], Prag 1618. (haben nur den Nachdruck von 1688)
- Neudruck und slowakische Uebersetzung mit dem lateinischen Text: František Šimon u. a.: Ján Jessenius, O krvi. Pavol-Jozef-Šafárik-Universität in Košice (Univerzita P. J. Šafárika v Košiciach), Košice 2007.
- neue Ausgabe mit ausführlichem Kommentar: D. Johannis a Jessen Equ. Hung. de Sanguine, Vena Secta, dimisso Judicium, Notis et Castigationibus ad hodierna et vera Artis medicae principia accomodatum a Jacobo Pancratio Brunone. Nürnberg 1668.
- Oratio parresiastica, qua auxilia a rege et ordinibus Ungariae petuntur, habita Neo-Solii in comitiis. Saragossa 1621.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Jessenius
Sohn des Balthasar Jessenius aus ungar. Familie und der Martha Schüller; Arzt in (Praxis Breslau); Gymnasium in Breslau, dann Studium in (Studium: Wittenberg), (Studium: Leipzig) und (Studium: Padua); 1591 Promotion zum Dr. med. (bullatus!) durch einen Hofpfalzgrafen in Prag; dann praktischer Arzt in (Praxis: Breslau; 1593; ), seit 1594 wurde er sächsischer Leibarzt (Leibarzt: Herzog von Sachsen) von Haus aus und Professor der Anatomie und Chirurgie in (Professor: Wittenberg; 1593; 1602). 1600 reiste er nach Prag, um einen Prozeß seines Vaters am Kaiserhof voranzutreiben. In dem zur ev. Carolinischen Universität gehörigen Kollegium Reček nahm er eine Sektion vor (8.-12.6.). Ende Okt. 1601 kam J. wieder nach Prag, traf aber seinen Freund Tycho Brahe, der längere Zeit in Wittenberg in seinem Haus (dem früheren Melanchthonhaus) gewohnt hatte, nicht mehr lebend an; er hielt ihm eine Leichenrede in der Theinkirche. 1602 siedelte J. auf Ansuchen Rudolfs II. nach (Praxis: Prag;1602;1609) über. Er übte eine große ärztliche Praxis aus, auch am Königshof und beim Adel, führte noch mehrmals Sektionen durch und veröffentlichte wissenschaftliche Abhandlungen, u. a. über die Pest und den Aderlaß. 1609 ging er als Hofarzt zu Kaiser Matthias (HRR) nach (Hofarzt: HRR|Wien; 1609; 1614). Da ihn die Med. Fakultät als Eindringling bekämpfte, kehrte er 1614 nach (Praxis: Prag; 1614; ) zurück und nahm seine guten alten Beziehungen zum böhm. Hochadel wieder auf. 1617 wurde er deswegen zum Rektor der in mißlicher Lage befindlichen ev. Carolinischen Universität gewählt – ohne dem Lehrkörper anzugehören und ohne Vorlesungen zu halten. Nach dem Sieg der Kaiserlichen am Weißen Berg bei Prag wurde J. am 20.11.1620 als einer der ersten gefangengenommen, vom 21.3.1621 an verhört und zusammen mit 26 hohen böhm. Würdenträgern auf dem Altstädter Ring hingerichtet.
LT. KOch 2007, 323 hat er folgende Disputationen präsidiert, an denen Basilius Plinius dabei war:
- 21.8.1596: De morbo, quem humores in corpore geniti tota substantia
- 19.3.1597: De morbi gallici investigatione disp. VII
- NDB