Janus Cornarius
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Addenda zum Biogramm
- Die vorliegende Vita ist hauptsächlich nach Koch 2007 angelegt worden.
- Sein Vater war ein Schuhmachermeister (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Sieben Jahre Zwickauer Ratsstipendiat (lt. Koch 2007, 305 f.).
- In Leipzig Schüler von Petrus Mosellanus (lt. Koch 2007, 305 f.).
- In Wittenberg als Lektor, dann Ordinarius der Grammatik während seines Medizinstudiums (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1519/06/08: Ehe mit der Tochter des Bürgermeister Bärensprung (gest. 1533/04/20) (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1520: Aufnahme in die Artistenfakultät (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1523/12/13: Aufnahme in die medizinische Fakultät (lt. Koch 2007, 305 f.).
- In Pavia promoviert (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1546 wurde ein Vertrag über eine zehnjährige Anstellung als Stadtarzt abgeschlossen. Die Vergütung betrug 40 Gulden, zuzüglich einer Zulage von 60 Gulden. Der Vertrag konnte mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden. Zu den Aufgaben des Stadtarztes zählten die Behandlung von Kranken in Hospitälern und Siechenhäusern, „Cura der Franzosen“, die Versorgung von Aussätzigen, Apothekeninspektionen, die Tätigkeit als Schularzt sowie die Aufsicht über die Chirurgen (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Aus demselben Grund, aus dem der Rat nach dem Tod Leonhard Natters im Jahr 1545, unzufrieden mit dem stark durch seine Privatpraxis beanspruchten Stephan Wild, Cornarius berufen hatte, wurde 1552 aufgrund von Cornarius’ Belastung durch seine wissenschaftliche Tätigkeit eine vorzeitige Kündigung seines Vertrages in Erwägung gezogen. Zur Aushilfe wurde schließlich 1556 Johann Dach aus Erfurt für drei Jahre verpflichtet (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1558 wurde Cornarius zum Medizinprofessor in Jena ernannt. Er konzentrierte sich vor allem auf die Herausgabe der Werke von Galen, Hippokrates und Aetios und galt als einer der bedeutendsten philologischen Mediziner des 16. Jahrhunderts. Bereits 1526 hatte er in seiner Rostocker Rede „Quarum artium et linguarum cognitione medico opus sit“ die Anforderungen an die medizinische Bildung thematisiert (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Mit Leonhart Fuchs hatte er heftige Übersetzerstreitigkeiten (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Schilderung seiner Reiseroute bis zur Ankunft in Basel bei Clemen 1912 und Rütten 1993 (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Cornarius starb an einer Apoplexie und wurde bei der Michaeliskirche beigesetzt. Die Kosten seines Grabmals wurde von der Universität getragen (lt. Koch 2007, 305 f.).
Literatur und weiterführende Links (in Auswahl)
- August Hirsch 1876, 481
- Brennsohn 1905, 130 f.
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800009386
- Erler 1895, 557, Nr. 24 (=Matrikel Leipzig, immatrikuliert unter dem Namen "Haynpoll")
- Erler 1897, 530
- RAG: https://database.rag-online.org/viewer.p/5/4/object/46-2239903
- Marburger Professorenkatalog
- Lesser/Förstemann 1860, 209f.
- Wilhelmi 1901, 6
- Clemen 1912
- Willgeroth 1929, 224f.
- Skernewitz 1954
- Burmeister 1975, 211
- Gundlach 1927, 175f.
- Horst/Prescher/Fraustadt 1992
- Hofheinz 2001, 27, Anm. 126
- Scheible 2003, 305
- Scheible 2010, 98
- Drechsel 2003
- Kaiser/Völker 1980b, 13-15
- Koch 2007, 305 f.
- Uhlig 1937/38, 305f.
- Uhlig 1938, 330, 335f.
- Lesser 1740, 345f.
- Herzog 1848
- Kaiser 1982, 133, 150, 158, 160
- Hofheinz 2007, 274
- Janus Cornarius alias Johann Haynpol
- Caesar 1872-1914
- Melchior Adam 1620, 85-90
- Gruner 1789,
- Kallmorgen 1936
- Marinelli 1737/1739
- Nikolaus Reusner: Icones, Oii-Oiii, 458
- Mondrain 1997
- Köstlin 1888, 10, 18
- Rütten, 39-45
- Richter 1978
- Giese/Hagen 1958
- Kathe 2002
- Burmeister 2015
- Friedensburg 1917
- Friedensburg 1926