Janus Cornarius: Unterschied zwischen den Versionen
KS (Diskussion | Beiträge) |
KS (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 190: | Zeile 190: | ||
* Eine online Vita: http://www.summagallicana.it/lessico/c/Cornarius%20Janus%20-%20Haynpol%20Johann.htm | * Eine online Vita: http://www.summagallicana.it/lessico/c/Cornarius%20Janus%20-%20Haynpol%20Johann.htm | ||
* [[Caesar 1872-1914]] | * [[Caesar 1872-1914]] | ||
* [http://mateo.uni-mannheim.de/camenaref/adam/adam2/s117.html Melchior Adam] | |||
Version vom 30. September 2025, 14:15 Uhr
Addenda zum Biogramm
- Sein Vater war ein Schuhmachermeister (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Sieben Jahre Zwickauer Ratsstipendiat (lt. Koch 2007, 305 f.).
- In Leipzig Schüler von Petrus Mosellanus (lt. Koch 2007, 305 f.).
- In Wittenberg als Lektor, dann Ordinarius der Grammatik während seines Medizinstudiums (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1519/06/08: Ehe mit der Tochter des Bürgermeister Bärensprung (gest. 1533/04/20) (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1520: Als rez. art. (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1523/12/13: Als rez. med. (lt. Koch 2007, 305 f.).
- In Pavia promoviert (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1546 wurde ein Vertrag über eine zehnjährige Anstellung als Stadtarzt abgeschlossen. Die Vergütung betrug 40 Gulden, zuzüglich einer Zulage von 60 Gulden. Der Vertrag konnte mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden. Zu den Aufgaben des Stadtarztes zählten die Behandlung von Kranken in Hospitälern und Siechenhäusern, „Cura der Franzosen“, die Versorgung von Aussätzigen, Apothekeninspektionen, die Tätigkeit als Schularzt sowie die Aufsicht über die Chirurgen (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Aus demselben Grund, aus dem der Rat nach dem Tod Leonhard Natthers im Jahr 1545, unzufrieden mit dem stark durch seine Privatpraxis beanspruchten Stephan Wild, Cornarius berufen hatte, wurde 1552 aufgrund von Cornarius’ Belastung durch seine wissenschaftliche Tätigkeit eine vorzeitige Kündigung seines Vertrages in Erwägung gezogen. Zur Aushilfe wurde schließlich 1556 Johann Dach aus Erfurt für drei Jahre verpflichtet (lt. Koch 2007, 305 f.).
- 1558 wurde Cornarius zum Medizinprofessor in Jena ernannt. Er konzentrierte sich vor allem auf die Herausgabe der Werke von Galen, Hippokrates und Aetios und galt als einer der bedeutendsten philologischen Mediziner des 16. Jahrhunderts. Bereits 1526 hatte er in seiner Rostocker Rede „Quarum artium et linguarum cognitione medico opus sit“ die Anforderungen an die medizinische Bildung thematisiert (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Mit Leonhart Fuchs hatte er hefiige Übersetzerstreitigkeiten (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Schilderung seiner Reiseroute bis zur Ankunft in Basel bei Clemen 1912 und Rütten (Muss noch angelegt werden) (lt. Koch 2007, 305 f.).
- Cornarius starb an einer Apoplexie und wurde bei der Michaeliskirche beigesetzt. Die Kosten seines Grabmals wurde von der Universität getragen (lt. Koch 2007, 305 f.).
MH:
Studium in (Studium: Leipzig;1517); 1518 dort B.A.; Studium in (Studium: Wittenberg; 30.05.1519); 24.1.1521 dort M.A. und Lehrbeauftr. für lat. u. griech. Grammatik (Scheible 2010, 98); 1523 Lizenziat der Medizin in Wittenberg, laut Wilhelmi 1901 erst 1525; praktizierte in (Praxis Riga), Livland, Rußland, Mecklenburg, den Niederlanden, England und Frankreich; nach seiner Rückkehr tätig als Leibarzt von Prinz (Leibarzt: Magnus III. (Mecklenburg);1527) in (Praxis Bützow); hielt ab dem 1.2.1526 für etwa zwei Jahre medizinische Vorlesungen in (Praxis Rostock); von 1528 bis 1529 hielt er sich in (Studium: Basel auf und bildete sich weiter; dann Studium in (Studium: Italien); Dr. med. Doktor::Pavia;1530); er erhielt als Physikus in (Stadtarzt: Zwickau;1530;1532) (Drechsel 2003, 78) 40 Gulden; 1534-1537 Praxis in (Praxis Nordhausen), 1535 auch als Stadtarzt in (Stadtarzt: Nordhausen) bezeichnet, 1538 in (Praxis: Frankfurt am Main;1538).
Seit 1542 Arzt in (Praxis: Marburg;1542;1546) und (zweiter) Medizinprofessor in (Professor: Marburg; 1542; 1546); 1543 Rektor der Universität Marburg; 1546 wieder als "Leibarzt" in (Stadtarzt: Zwickau; 18.9.1546; 1557), zugl. Schularzt an der Zwickauer Lateinschule; 1557 Professor der Medizin in (Professor: Jena; 21.02.1557; 1558), wo er erster Dekan der medizinischen Fakultät wurde.
Zwickauer Wirkungsdaten nach Stadtarchiv Zwickau, Lehenbuch II (ausgewertet bei Grosche 2000, I 8).
Literatur und weiterführende Links
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800009386
- Erler 1895, 557, Nr. 24 (=Matrikel Leipzig, immatrikuliert unter dem Namen "Haynpoll")
- Erler 1897, 530
- RAG: https://database.rag-online.org/viewer.p/5/4/object/46-2239903
- Marburger Professorenkatalog online: https://www.uni-marburg.de/uniarchiv/pkat/einfache_suche/details?current=1&q=Cornarius, Janus
- Lesser/Förstemann 1860, 209f.
- Wilhelmi 1901, 6
- Brennsohn 1905, 130 f.
- Clemen 1912
- Willgeroth 1929, 224f.
- Skernewitz 1954 (kann nicht eingesehen werden)
- Burmeister 1975, 211
- Gundlach 1927, 175f.
- Agricola 1992
- Hofheinz 2001, 27, Anm. 126
- Scheible 2003, 305
- Scheible 2010, 98
- Drechsel 2003
- Kaiser/Völker 1980b, 13-15
- Koch 2007, 305 f.
- Epitaph auf Helius Eobanus Hessus: http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00029354/image_19
- Uhlig 1937/38, 305f.
- Uhlig 1938, 330, 335f.
- Lesser 1740: https://books.google.de/books?id=rgA_AAAAcAAJ&hl=de&pg=PA345 http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10003088-9
- Herzog 1848
- ADB: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11769875X.html#adbcontent
- Hofheinz 2007 (Enzyklopädie Medizingeschichte, Bd. 1): https://books.google.de/books?id=WPIvd95J0DcC&pg 274
- Eine online Vita: http://www.summagallicana.it/lessico/c/Cornarius%20Janus%20-%20Haynpol%20Johann.htm
- Caesar 1872-1914
- Melchior Adam