Johann Dach: Unterschied zwischen den Versionen
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* Weitere Auskunft von Herrn Dressel (StadtA Z; über Gregor Hermann von der RSB): ''"laut Herzog-Chronik, Bd. II, S. 297/298 erhielt Dr. Johannes Dach 1557 das Stadt-Physikat und nach dessen Abgang im Dezember 1558 Dr. Eusebius Wildeck. Dies steht nach meinem Dafürhalten im Widerspruch zu der hier vorliegenden '''Bestallungsurkunde aus dem Jahr 1556, mit der Dach zum Physikus angenommen wurde (Quelle: StadtA Zwickau, A*A II 11, Nr. 9'''). In dieser wird er auf drei Jahre verpflichtet. Ob dies nun ein Widerspruch oder bloß eine zeitliche Überschneidung zu Dr. Janus Cornarius ist, müsste nochmal eingehender geprüft werden, ist aber für die Anfrage von Herrn Dr. Schlegelmilch sicher nicht so dringlich. Weiter hilft eine Eintragung im Kammerbuch des Rates von Michaelis 1555 bis Michaelis 1556, in dem sich unter den "Gemeinen Ausgaben" für Sonntag nach Pfingsten 1556 folgende Aussage findet (modernisiert): " 13 gute Schock, 55 Groschen ist auf den Herrn Doktor Johann Tach zu Zehrung, Fuhrlohn und anderen Unkosten, als ihn der Rat von Erfurt hierher gefordert und zum Stadt-Physikus angenommen, gegangen." (Quelle: StadtA Zwickau, Kammerbuch Michaelis 1555 bis Michaelis 1556, Bl. 189r) Für die weitere Forschung müsste also an das Stadtarchiv Erfurt herangetreten werden, ob sich dort eventuell Hinweise auf einen Aufenthalt Dachs in Lüneburg vor der Erfurter Zeit finden lassen."'' | * Weitere Auskunft von Herrn Dressel (StadtA Z; über Gregor Hermann von der RSB): ''"laut Herzog-Chronik, Bd. II, S. 297/298 erhielt Dr. Johannes Dach 1557 das Stadt-Physikat und nach dessen Abgang im Dezember 1558 Dr. Eusebius Wildeck. Dies steht nach meinem Dafürhalten im Widerspruch zu der hier vorliegenden '''Bestallungsurkunde aus dem Jahr 1556, mit der Dach zum Physikus angenommen wurde (Quelle: StadtA Zwickau, A*A II 11, Nr. 9'''). In dieser wird er auf drei Jahre verpflichtet. Ob dies nun ein Widerspruch oder bloß eine zeitliche Überschneidung zu Dr. Janus Cornarius ist, müsste nochmal eingehender geprüft werden, ist aber für die Anfrage von Herrn Dr. Schlegelmilch sicher nicht so dringlich. Weiter hilft eine Eintragung im Kammerbuch des Rates von Michaelis 1555 bis Michaelis 1556, in dem sich unter den "Gemeinen Ausgaben" für Sonntag nach Pfingsten 1556 folgende Aussage findet (modernisiert): " 13 gute Schock, 55 Groschen ist auf den Herrn Doktor Johann Tach zu Zehrung, Fuhrlohn und anderen Unkosten, als ihn der Rat von Erfurt hierher gefordert und zum Stadt-Physikus angenommen, gegangen." (Quelle: StadtA Zwickau, Kammerbuch Michaelis 1555 bis Michaelis 1556, Bl. 189r) Für die weitere Forschung müsste also an das Stadtarchiv Erfurt herangetreten werden, ob sich dort eventuell Hinweise auf einen Aufenthalt Dachs in Lüneburg vor der Erfurter Zeit finden lassen."'' | ||
* Ergänzung G. Hermann: ''in den Annalen des Kirchners Hans Tretwein (RSB Sign. Ms.147) (Ratsschulbibliothek Zwickau?) (ist) die Ankunft Johannes Dachs in Zwickau (auch hier urspr. "Tach") für den 9. Mai 1556 vermerkt'' | * Ergänzung G. Hermann: ''in den Annalen des Kirchners Hans Tretwein (RSB Sign. Ms.147) (Ratsschulbibliothek Zwickau?) (ist) die Ankunft Johannes Dachs in Zwickau (auch hier urspr. "Tach") für den 9. Mai 1556 vermerkt'' | ||
Version vom 24. Juli 2023, 14:33 Uhr
Karte
Addenda zum Biogramm
- Weitere Auskunft von Herrn Dressel (StadtA Z; über Gregor Hermann von der RSB): "laut Herzog-Chronik, Bd. II, S. 297/298 erhielt Dr. Johannes Dach 1557 das Stadt-Physikat und nach dessen Abgang im Dezember 1558 Dr. Eusebius Wildeck. Dies steht nach meinem Dafürhalten im Widerspruch zu der hier vorliegenden Bestallungsurkunde aus dem Jahr 1556, mit der Dach zum Physikus angenommen wurde (Quelle: StadtA Zwickau, A*A II 11, Nr. 9). In dieser wird er auf drei Jahre verpflichtet. Ob dies nun ein Widerspruch oder bloß eine zeitliche Überschneidung zu Dr. Janus Cornarius ist, müsste nochmal eingehender geprüft werden, ist aber für die Anfrage von Herrn Dr. Schlegelmilch sicher nicht so dringlich. Weiter hilft eine Eintragung im Kammerbuch des Rates von Michaelis 1555 bis Michaelis 1556, in dem sich unter den "Gemeinen Ausgaben" für Sonntag nach Pfingsten 1556 folgende Aussage findet (modernisiert): " 13 gute Schock, 55 Groschen ist auf den Herrn Doktor Johann Tach zu Zehrung, Fuhrlohn und anderen Unkosten, als ihn der Rat von Erfurt hierher gefordert und zum Stadt-Physikus angenommen, gegangen." (Quelle: StadtA Zwickau, Kammerbuch Michaelis 1555 bis Michaelis 1556, Bl. 189r) Für die weitere Forschung müsste also an das Stadtarchiv Erfurt herangetreten werden, ob sich dort eventuell Hinweise auf einen Aufenthalt Dachs in Lüneburg vor der Erfurter Zeit finden lassen."
- Ergänzung G. Hermann: in den Annalen des Kirchners Hans Tretwein (RSB Sign. Ms.147) (Ratsschulbibliothek Zwickau?) (ist) die Ankunft Johannes Dachs in Zwickau (auch hier urspr. "Tach") für den 9. Mai 1556 vermerkt
- Professor der Mathematik Johann Volmars vermachte D. testamentarisch 10 fl. (vgl. Koch).
- D. ist am 8.10.1561 in Torgau beerdigt worden (s. Lange; Koch). Dies spricht dafür, dass der Referent des geographischen Zusatzes im CIV ("ex Newsidell") in der Nähe von Torgau zu verorten ist.
Literatur und weiterführende Links
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800008ddf, mit dem geographischen Zusatz "ex Newsidell".
- Drechsel 2003, 84f., 91
- Gernet 1869, 389f. (ein Brief von D. an seinen Schwager Matthias, Bürgermeister von Redern).
- Koch 2007, 307
- Lange 1997, 33
- Ludovicus 1709, 244
- Köstlin 1888, 20, 25
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngRH3g072SZ80gnplQ2g3
- Uhlig 1938, 330, 336
- WA Br 1935, Nr. 2016 (Fürsprache Luthers an den Torgauer Rat, dass sie das Stipendium von D. verlängern).