Matthias Stoius
Addenda zum Biogramm
- Stoius heiratete Agnes Axt vermutlich im Jahr 1557 oder 1558 (vgl. Scholz 1962, 81 sowie Anselmino 2004 61 (jeweils mit 1557 als Datum) sowie Erlangen, UB, Trew, Stoius 15 (dort bezeichnet Stoius sich im März 1558 als frisch vermählt)). Agnes starb etwa im Jahr 1578. Im März 1579 heiratete Stoius Elisabeth Lang.
- Eigentlich hatte Stoius geplant, bei seiner Studienreise auch die Universität Montpellier zu besuchen, Diesen Plan musste er allerdings aufgrund von Geldmangel aufgeben, denn er hatte seinen Geldbeutel in der Nähe von Nürnberg verloren.
- Die anlässlich der Beerdigung von verfasste Leichenrede in Sebastian Artomedes: Zwey und zwantzig kurtze und Christliche Leichpredigten (Leipzig, 1609, VD17 1:022834R) (S. 128-146).
Werke
Bei den meisten überlieferten Werken handelt es sich um Gedichte - einerseits Gelegenheitsgedichte (z.B. anlässlich von Hochzeiten), andererseits Geleitgedichte, die den Drucken anderer Autoren beigegeben waren. Hinzu kommen Epitaphien, eine Trauerelegie auf Albrecht von Mecklenburg (1556-1561), einige christliche Gedichte sowie ein Spottgedicht gegen den päpstlichen Nuntius Luigi Lippomano, in dem er für Mikolaj Radziwill Rudy Partei ergreift (vgl. MAV Druck 16 2129).
Über medizinische Themen schreibt Stoius so gut wie nicht. Die einzige Ausnahme ist eine 1562 erschienene Schrift, in der er über Ursache und Natur des menschlichen Atems diskutiert. Mit diesem Werk antwortet er auf einen gegen ihn gerichteten, polemischen Druck, den Paul Skalich verfasst hatte. Nach der Publikation von Stoius' Werk antwortet wiederum Skalich, indem er Stoius' Werk neu auflegt und mit Scholien versieht, die Stoius' Ansichten wiederlegen sollen (vgl. MAV Druck 16 2140).
Zudem schrieb Stoius einen Bericht über die letzten Jahre Albrechta von Preußen (vgl. MAV Druck 16 2132).
Literatur und weiterführende Links
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d838000079dd
- http://asfe.unibo.it/en/persona/BR0917
- https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Stoius
- MBW 5555
- Arnoldt 1994, 308 f.
- Schwarz 1939a, 31
- Skrobacki 1969, 109
TODO
- Alexander Hubert fragen:
- Stimmt es, dass er Philippist war (Quelle: Wikipedia)
- Gab es 1575 ein Zerwürfnis?
1547 Inspektor der Lateinschule bzw. Aufsicht über Alumni;
1554 ... Hofarzt; 1575 Aufenthalt (!) in Danzig, 1576 Aufenthalt (!) in Elbing; seit 1579 auch (!) a.o. Prof. für Mathematik in Königsberg
Prof. med. ordinarius in (Professor: Königsberg; 1560; 1575), danach Praxis in (Praxis: Danzig;1575) und (Praxis: Elbing;1576); Leibarzt bei Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach) in Königsberg; Prof. med. secundus in (Professor: Königsberg; 1576), 1579 auch für Math.
mathematischen Wissenschaften hatte er 1578 in Vorlesungen zur Geometrie gezeigt, die er bis 1579 als außerordentlicher Professor absolvierte. Er hatte sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Königsberger Hochschule beteiligt und war in den Wintersemestern 1562/63, 1566/67, 1570/71, 1574/75 sowie 1578/79 Rektor der Alma Mater.
Literatur todo
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngSI3p173Rq95hoimS3h1
- Anselmino 2003, 58-65
- Jaster 2005, 17-36 (Ärzteviten)
- Scholz 1962, 78 ff.