Paul Luther

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Vita

Martin Luthers dritter und jüngster Sohn; er war beim Tod des Vaters (1546) erst 13 Jahre alt, stand aber am Sterbebett; Studium in Wittenberg; ; 1557 (ein Medizinstudium wohl auf Anraten Melanchthons, 1551 besorgte dieser ihm ein Stipendium für Tübingen - dort auch immatr.? (TW); Dr. med. in Wittenberg; 1557; danach kurzzeitig Prof. med. in Jena; 12/1558; 1559: Melanchthon schrieb für ihn eine Antrittsrede. (Hofheinz 2001: 30, mit Übersetzung im Anhang); schon wenig später wurde er Leibarzt am Hof von Sachsen-Weimar; 1559; 1560 in Weimar; ;, dann Leibarzt bei Herzog Johann Friedrich II. (Sachsen); 1560; 1567 in Gotha; ;, dann bei Kurfürst Joachim II. (Brandenburg); 1567; 1571 in Berlin; ; und wieder in Sachsen bei August (Sachsen); 1571; 1586 und dessen Nachfolger Christian I. (Sachsen); 1586; 1589 in Dresden; ;; lt. seiner Leichenpredigt verwendete er dort chymische Medikamente auf Perlen- und Korallenbasis oder Aurum potabile; war Arzt in Leipzig; 1589; 1592, danach wieder Leibarzt für Kurfürst Friedrich Wilhelm (Sachsen-Weimar); 1592; 1593.

Literatur

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Archivalien

Universitätsbibliothek Leipzig

  • "Acta Lutherorum", angelegt von Paul Luther, enth. zahlreiche Dokumente zu diesem, z.B. Promotions- und Bestallungsurkunden: s. dazu Fuchs 2011/2012

GStA PK Berlin

  • I. HA Geh. Rat, Rep. 41, Nr. 2335: Kursächsische Interzession für Leibarzt Dr. P. Luther wegen einiger Forderungen in Kurbrandenburg, Mai 1582

BLHA Potsdam

  • Unbek. Signatur: Bestallung des Paul Luther zum Leibarzt (Abschrift), 29.9.1567. Früher GStA PK Berlin (bis 1963: I. HA GR, Rep. 92, Kötteritzsch B V 3, zuvor I. HA GR, Rep. 94, II A 20 Nr. 1).

HStA Dresden

  • 10024 Geh. Rat (Geh. Archiv), Loc. 4512/3 - Einfältiger Bericht von den Öfen und Instrumenten (...) für das für August (Sachsen) geplante Laboratorium, vor 1578 (anon. Schreiberhandschrift aus L.s Umkreis: Kramarczyk 2005, 135 Kat.-Nr. 87 (A. Kramarczyk)).

Biblioteka Jagiellońska Krakau

  • Autogr. 100, Luther - Stammbuchblatt L.s mit Versen aus Lotichius, Leipzig 10.5.1590 (unterzeichnet als F. Magni Lutheri).

Briefe

  • Korrespondenz mit Kürfürstin Anna (Sachsen): deren nicht erschlossener Briefwechsel umfasst 25.000 Stücke!. s. Keller 2010

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