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Personen

Das Ziel des Projektes war, möglichst viele Studenten der medizinischen Fakultät Wittenberg zu identifizieren. Da die Matrikel nicht verzeichnet, für welches Fach ein Student eingeschrieben war, wurden im Zweifelsfall auch Studenten in der Datenbank aufgenommen, bei denen nicht sicher geklärt werden konnte, ob sie an der medizinischen Fakultät immatrikuliert waren, aber später als Arzt tätig waren. Diese Personen wurden nach dem Projekt als MAVs bezeichnet (Medicinae Alumni Vitebergenses). Von ihnen wurden immer die Grund- und Normdaten erfasst, wie GND-Nummer, Geburtsort und -datum sowie Sterbeort und -datum sowie mindestens ein Link zur Wittenberger Immatrikulationsdatenbank CIV. Insgesamt konnten 747 MAVs identifiziert werden. Hierfür wurden Sekundärliteratur und andere Datenbanken (wie das RAG) gesichtet und insbesondere die Disputationen aller Dozenten der Wittenberger medizinischen Fakultät durchgesehen.

Der Fokus der Datenbank liegt auf zwei Teilgruppen der MAVs, nämlich den 200 Graduierten und 71 Dozenten der medizinischen Fakultät. Für sie wurden tabellarische, maschinenlesbare Lebensläufe angelegt, die automatische Abfragen und Vergleiche von Lebensläufen erlauben, so dass man z.b. bei jedem Graduierten auf einen Blick sieht, wer mit ihm studiert hat, wer seine Lehrer waren usw. Zudem wurden von diesen Personen ihre Werke angelegt. Die meisten der Werke wurden automatisch importiert, aber besonders relevante Drucke, wie Dissertationen oder thematisch besonders bedeutende Werke, wurden durchgesehen, verschlagwortet und in einigen Fällen auch mit Inhaltsangaben versehen (s.u.)

Es gibt 8088 weitere Personen. Sie wurden fast alle automatisch importiert, wobei lediglich Grund- und Normdaten erfasst wurden.

Insgesamt ergibt sich folgendes Schema:

  • Personen insgesamt (8835)
    • MAVs (Medicinae Alumni Vitebergenses) (747) (=Studenten der medizinischen Fakultät Wittenberg und Ärzte, die in Wittenberg studiert haben; wenn sie nicht einer der zwei folgenden Kategorien zuzuweisen sind, wurden von ihnen i.d.R. nur die Grunddaten)
      • Dozenten (Med. Fak. Wittenberg)(71): Dozenten der medizinischen Fakultät Wittenberg (mit Kurzviten und Werken; eigentlicher Fokus der Datenbank)
      • Graduierte (200): Graduierte der medizinischen Fakultät Wittenberg (mit Kurzviten und Werken; eigentlicher Fokus der Datenbank)
    • Andere Personen (8088)

Drucke

Die meisten der in dieser Datenbank enthaltenen Drucke wurden automatisch aus dem VD16und VD17 importiert (=Verzeichnis der Drucke des 16./17. Jahrhunderts). Insgesamt enthält die Datenbank 5761 Drucke.

Von diesen Drucken wurden 794 Drucke genauer untersucht, d.h. selbst eingesehen, geprüft sowie mit Schlagworten veresehen (und teilweise auch mit Inhaltsangeben). Diese Drucke wurden vor allem nach zwei Prinzipien ausgewählt:

  1. Dissertationen: Sie liefern wesentliche Informationen zum Leben, zum Studium oder zur Lehrtätigkeit einer Person, sind also zentral für die Erstellung der Kurzbiographien sowie für die inhaltliche Erschließung des Themenbereichs "Wittenberger Medizin" und seiner Einflüsse auf zeitgenössische Institutionen und Personen.
  2. Drucke zu Themen, die als besonders typisch oder relevant für die Entwicklung einer von Wittenberg geprägten Medizin gelten können (z.B. Anatomie, Beseelung des Foetus, Seelenlehre usw.).

Anmerkungen zum Aufbau von Druckseiten

Die Feldnamen auf Druckseiten wurden so vergeben, dass sie möglichst selbsterklärend sind. Folgende Informationen können jedoch hilfreich sein:

  • VD16- / VD17-Nummer: Nummer, die der Druck im Katalog VD16 bzw. VD17 hat.
  • Katalogeintrag: Enthält i.d.R. Links zu den Einträgen des VD16 / VD17. Sollte es dort keine passenden Einträge geben, werden nach Möglichkeit Links zu anderen Katalogeinträgen hinterlegt.
  • Digitalisate: Direkte Links zu den Drucken.
  • Sprache: Es werden nur Sprachen angegeben, die einen relevanten Anteil des Drucks ausmachen. Enthält der Druck z.B. nur einige griechische Wörter, dann wird Griechisch nicht als Sprache angegeben
  • Druckort: Wenn kein Ort ermittelt werden konnte, wird "o.O." (ohne Ort) eingetragen.
  • Verfasser: Bei Disputationen wurden i.d.R. Präses und Respondent als Verfasser angegeben.
  • Widmungsempfänger: Bei Epikedien wird der Verstorbene nicht als Widmungsempfänger, sondern als Sonstige Erwähnte Person (s.u.) betrachtet.
  • Sonstige in Paratexten und Überschriften erwähnte Personen / Körperschaften / Gruppen: Hier werden Personen aufgeführt, die prominent in Überschriften oder Paratexten auftauchen, aber nicht schon in anderen Feldern erwähnt werden (z.B. im Feld Widmungsempfänger).

Geographika, Orte und Institutionen

Unter "Geographika" werden in dieser Datenbank Orte und Institutionen subsumiert. Der Begriff "Institution" wird hier weit gefasst und umfasst neben Universitäten und Schulen auch Fürstenhöfe oder Stadträte. Die angegebenen geographischen Koordinaten einer Institution sind immer die des zugehörigen Ortes. D.h. etwa, dass bei einem Stadtrat einfach die geographischen Koordinaten der übergeordneten Stadt übernommen wurde und nicht etwa die Koordinaten des Ratsgebäudes.