Testbrief

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Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Bartholomäus Amantius
Datum 1535
Datum gesichert? Beispiel
Bemerkungen zum Datum Beispiel
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Schlagworte Tunisfeldzug (1535); Biographisches (Krankheit); Büchersendung
Erwähnte Personen Beispiel

Abgleich mit Itineraria der Briefpartner

Abgleich mit Briefwechsel

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Briefwechsel

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Hinweise zur Datierung

Amantius scheint bereits eine Anstellung in Tübingen in Aussicht gestellt worden zu sein, was erst einige Zeit nach dem Vertrag von Kaaden geschehen sein kann. Camerarius hingegen scheint noch in Nürnberg angestellt zu sein. Der erwähnte Feldzug könnte mit dem Tunisfeldzug (Juni-Juli 1535) zu identifizieren sein.

Regest

Amantius habe es neulich versäumt, Camerarius, wie versprochen, von seiner Rückkehr (nach Deutschland) in Kenntnis zu setzen. Dieser habe nämlich soeben erst gehört, dass sich Amantius einige Monate ohne sein Wissen in Deutschland aufgehalten habe. (Das Folgende neckisch:) Er werde ihm diesen Fehltritt kaum verzeihen können, sollte sich Amantius nicht dazu entschließen, seinen Freund mit einem ausführlichen und reichhaltigen Brief wieder zu beschwichtigen. Davon, dass dies ihm als Reiselustigen nicht schwer fallen werde, sei Camerarius überzeugt, zumal er doch aus Italien, welches reich an hervorragenden Vertretern der Künste sei, sicher genug über ihre Studien zu schreiben habe. Zudem müsse er doch wissen, wie viel Freude er Camerarius damit machen werde.

Er denke, dass (Georg) Sabinus Padua verlassen habe, bevor Amantius dort angekommen sei.

Camerarius gratuliere wegen der honores (die Anstellung an der Universität Tübingen), die Amantius erhalten habe.

Camerarius' Gesundheit habe während der Reise des Amantius sehr gelitten, sodass er die von Amantius übermittelten Schriften kaum gebrauchen konnte. Nun aber stürze er sich in sie hinein, vor allem in den Quintilian. Die Texte von Plautus seien zu verderbt, als dass sie noch von großem Nutzen sein könnten.

Was Amantius tue, wie die Dinge bei ihm stünden und was man sich von den Kriegszügen des Kaisers, erzähle, seien willkommene Nachrichten für Camerarius.

Grüße an (Peter) Apian.

Lebewohl.

(Michael Pöschmann)