Ulrich Erbar

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Grunddaten
Zitationsvorschlag Ulrich Erbar (16.02.2024), in: Medicinae Alumni Vitebergenses (MAV), https://mav.kallimachos.de/Ulrich_Erbar
GND-Nummer(n) 1191108872 (Prometheus)
Namensvariante(n) Ulrich Erber; Ulrich Erberer; Uldaricus Erbar
Geburtsdatum
Geburtsort Cham
Sterbeort Wittenberg
Sterbedatum 1512/10/11
Drucker / Verleger nein
Ist Wittenberger Mediziner? Ja
Ist Graduierter der Med. Fak. Wittenberg?
Ist Dozent (Med. Fak. Wittenberg)?
Bearbeiter Kamoj Sikharulidze; Manuel Huth; Benjamin Stärr
Familie
Vater
Mutter
Geschwister
Ehefrauen
Kinder
Schwiegersöhne (nur MAVs)
Schwiegervater (nur MAV)


Schul- und Universitätsbesuche

GeographikumBeginnBeginnSicherEndeEnddatum gesichert?StipendiumJNStipendiengeberAnmerkungen
Universität Wien1502Gesichert1503GesichertQuellen: Szaivert/Gall 1967, 301; CIV; Koch 2007, 308
Universität Wittenberg1503Gesichert1511/10/20ErmitteltQuellen: CIV; Soden/Knaake 1867, 81-83; Koch 2007, 308. Enddatum ist TAQ (Promotion zum Dr. med.).

Akademische Abschlüsse

GradGeographikumBeginnBeginn sicher?EndeEnddatum sicher?PräsesDisputationAbgedruckt inAnmerkungen
Bacc. art.Universität Wittenberg1504/04/10Ermittelt1504/04/10ErmitteltQuellen: Köstlin 1887, 3; Koch 2007, 308. Datum ist nach Köstlin, Koch gibt ein anderes an.
Mag. art.Universität Wittenberg1507/01/03Gesichert1507/01/03GesichertQuellen: Köstlin 1887, 23; Koch 2007, 308
Dr. med.Universität Wittenberg1511/10/20Ermittelt1511/10/28ErmitteltMartin PollichQuellen: Soden/Knaake 1867, 81-83; Koch 2007, 308

Berufliche Tätigkeiten

Art der TätigkeitGeographikumAngestellt beiBeginnBeginnSicherEmpfohlen vonEndeEnddatum gesichert?GrundfürEndeEntlassung betrieben vonAnmerkungen
Dozent (artes)Universität Wittenberg1507/05/01Mutmaßlich1512MutmaßlichQuellen: Förstemann 1841, 40; Koch 2007, 308. Erbar war Lektor „in litteris secularibus extraordinarie". Enddatum ist TAQ (Rektorat).
Prof. med.Universität Wittenberg1512Gesichert1512/10/11GesichertQuellen: Förstemann 1841, 40; Friedensburg 1917, 86; Zedler; Krentz 2014, 112; Köstlin 1887, 28; Koch 2007, 308. Enddatum ist TAQ (Ermordung).
RektorUniversität Wittenberg1512Gesichert1512/10/11GesichertQuellen: Quellen: Förstemann 1841, 40; Friedensburg 1917, 86; Zedler; Krentz 2014, 112; Köstlin 1887, 28; Koch 2007, 308. Enddatum ist TAQ (Ermordung).
Dekan (philosophische Fakultät)Universität Wittenberg1512Gesichert1512/10/11GesichertQuellen: Förstemann 1841, 40; Friedensburg 1917, 86; Zedler; Krentz 2014, 112; Köstlin 1887, 28; Koch 2007, 308. Enddatum ist TAQ (Ermordung).

Für diese Person wurde kein Studienprofil erstellt. Studienprofile wurden i.d.R. nur für Graduierte der medizinischen Fakultät Wittenberg erstellt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Seite Anleitung.

Für diese Person wurde kein Dozentenprofil erstellt, da sie kein Dozent an der medizinischen Fakultät war. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Seite Anleitung.

Ulrich Erbar war an folgenden Disputationen (beteiligt): (0)

Ulrich Erbar verlegte oder druckte folgende Werke (ohne Nachdrucke): (0)


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Werke von Ulrich Erbar wurden in folgenden Drucken herausgegen, kommentiert oder übersetzt: (0)

Ulrich Erbar wird in folgenden Werken erwähnt oder war Widmungsempfänger: (0)

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Addenda zum Biogramm

  • Erbar ist im Jahre 1509 in die Artes-Fakultät aufgenommen worden (Koch 2007; Köstlin, 28).
  • Im Jahre 1512 hatte die Universität es mit studentischen Tumulten zu tun, als Antwort darauf relegierte Rektor Ulrich Erbar mehrere Kommilitonen, unter welchen sich der Edelmann Balthasar Fabri aus Gleichanderwysen (Gleicherwiesen Kreis Hildburghausen, s. Koch 2007) befand, der sich nach seiner Expulsion (9. September 1512) heimlich am 3. Oktober zurück in die Stadt begab, um schließlich Erbar am Abend desselben Tages von hinten, bewaffnet mit einem eisernen Wurfkreuz, zu erschlagen. Acht Tage letal verletzt, erlag Erbar am 11. Oktober 1512 seinen Verletzungen. Der Täter ist noch am gleichen Tage vom Stadtrichter gefasst und am 21. Oktober auf dem Marktplatz hingerichtet worden (Koch 2007; Krentz; Friedensburg 1917).
  • Die Ermordung Erbars hinterließ spürbare Nachwirkungen, denn erst mit der Reordinierung von Johannes Schwabe im Jahre 1514 konnte die Universität wieder einen Professor der Medizin vorweisen (Koch 2007).
  • Unter Erbar promovierte Hieronymus Cingulatorinus.

Literatur und weiterführende Links