Jacobus Janus
Addenda zum Biogramm
- Der Vater war Amtmann der Herrschaften Straubnitz und Neu Zauche
- Taufpate war Jacob Copius, Arzt in der Niederlausitz
- Der Großvater mütterlicherseits war der Bürgermeister Lübbens Samuel Fickelscher, der Großvater väterlicherseits war Jacobus Janus, Pastor zu Waldow
- Nach Tod der Eltern unter Vormundschaft der Vettern David Janus, Pfarrer in Neu Zauche und Georgius Janus, Pfarrer in Casel
- Mit fünf Jahren hat Janus in Cottbus und Umgebung bei seinem Onkel Michael Janus vier Jahre verbracht
- Nach MAV Druck 17 4120, 113 soll Janus 40 Disputationen durchgeführt haben
- 1635 oder 1636 Eheschließung mit Dorothea Bussau, damals Kammerfrau von Hedwig von Dänemark und Tochter von Paul Possow
- Tochter Hedwig Sophie Janus heiratete 1662 Gymnasiallehrer und Kirchenkämmerer Donatus Rollius, in zweiter Ehe den Arzt Tobias Altermann
- Sohn Christian Friedrich Janus heiratete ca. 1669 die Tochter von Bonaventura Rehefeld, Dorothea-Sophia
- Ab 1665 nach einem Schlaganfall "hüfftlahm und hinckend"; Todesursache wohl ebenfalls Schlaganfall
Fußnoten
Fußnote 1
Anfangsdatum nach Friedländer 1887; alternatives Anfangsdatum nach Koch 2007: "1614/15"; Enddatum TAQ (Imm. in Wittenberg); Studium in Frankfurt ist in MAV Druck 17 4120 nicht erwähnt, wonach er stattdessen in Kamenz und Görlitz beschult wurde
Fußnote 2
Anfangsdatum nach MAV Druck 17 4120 und Lesser 2015; abweichendes Anfangsdatum nach Carøe 1909: "Ca. 1639", Koch 2007: "1639", beide ohne Angabe von Quellen; Enddatum nach MAV Druck 17 4120; Reisen während dieser Zeit dokumentiert in MAV Druck 17 4120, 112-115; Vergütung: 150 fl.; 1637 wegen grassierender Pest und Kriegsgefahren Umzug des Hofes nach Freiberg
Fußnote 3
Anfangsdatum nach Carøe 1909 und MAV Druck 17 4120 ("Anno 1642"); alternatives Anfangsdatum nach Koch 2007, 297: "1641" (S. 313 wohl fälschlich "1649"); Wohnsitz in Glücksburg; Reisen während dieser Zeit dokumentiert in MAV Druck 17 4120, 117-118; in dieser Zeit auch einige Behandlungen von Johann Georg I. (Sachsen) und dessen Familie
Fußnote 4
Nach MAV Druck 17 4120 direkt nach dem Tod Christians IV. weiter bei Friedrich III. angestellt; alternatives Anfangsdatum nach Carøe 1909: 11.03.1649; Enddatum TAQ (Tod); alternatives Enddatum nach Koch 2007, 297: "1659", verm. Carøe folgend, der ab 1659 eine Tätigkeit als "Medikus" in Viborg nennt; hiergegen Leichenpredigt MAV Druck 17 4120: Kanonikat in Viborg ab 1650, nicht mit dauerhaftem Aufenthalt verbunden, laut Carøe 1909 zudem letzte Erwähnung als "Hofmedicus" erst 1660; Tätigkeit schlug sich nach MAV Druck 17 4120, 119-121 und MAV Druck 17 4123 in Reisen nach Dänemark und Norwegen von ca. 1648-1665 nieder
Fußnote 5
Nach MAV Druck 17 4120 ab 1650 auf Intercession der Witwe Christians von Dänemark hin "Canonicus zu Wyburg", so auch Otto 1802; nach Carøe 1909 hingegen mit Anfangsdatum 14.02.1659 als "Medikus" in Viborg; Koch 2007 nennt, verm. Carøe folgend, ab 1659 den Aufenthaltsort Viborg ohne Nennung einer konkreten Tätigkeit; nach MAV Druck 17 4120 von Anfang an Hauptwohnsitz in Torgau mit mehreren Reisen nach Viborg; nach MAV Druck 17 4123 zunächst drei Jahre Aufenthalt in Viborg, dann Umzug nach Torgau
Fußnote 6
Behandlung von Erbprinz Christian auf Befehl des Königs; Anfangsdatum mutmaßlich; Enddatum entspricht Todesdatum Christians; von Nyköping aus Reise zur Behandlung in Karlsbad; Christian starb auf dem Weg dorthin in Gorbitz; danach Begleitung des Leichnams nach Dänemark
Fußnote 7
Nach MAV Druck 17 4120, 120, bei der Eroberung von Fünen durch die Schweden mit anderen dänischen Würdenträgern gefangengesetzt; Enddatum TAQ: Janus sei noch vor "Ankunfft des Holländischen Succurses" (wohl die niederländische Flotte der Seeschlacht von Öresund am 08.11.1658) von Wrangel entlassen worden; in MAV Druck 17 4123 fälschlich auf 1656 datiert, so auch Lesser 2015
Literatur und weiterführende Links
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d8380000a29e
- MAV Druck 17 4120 (Leichenpredigt für Jacobus Janus)
- MAV Druck 17 4123 (Leichenpredigt für Dorothea Bussau)
- Otto 1802, 213
- Friedländer 1887, 585
- Carøe 1909, 67
- Koch 2007, 293 und 313f.
- Lesser 2015, 157-160