Petrus Lotichius Secundus

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Vorlage:Grunddaten

Vita

Studiendaten lt.RAG:

Angaben zur Person Sohn des Bauern Johann Lotz (verst. 1547) aus Schlüchtern in der Grafschaft Hanau; Immatrikulation in Marburg; 1544, dann in Leipzig; 1545 und in Wittenberg; 14.5.1546; 1548; nach Beendigung des Schmalkaldischen Krieges nimmt er sein Studium wieder auf; 1548 Magister Artium; Frühjahr 1550 bis Herbst 1554 Studienreise durch Frankreich im Gefolge des Neffen des Würzburger Domherrn Michael von Stiebar, hier u.a. Studium der Medizin in Paris; 1550 und Montpellier; 1551; 1554, erwähnt in Felix Platters Tagebuch (S. 203f.): Platter, der nicht weiß, wer L. ist, soll 1554 seine Verse verbessern: Als er merkt, dass „zierlich beschißen“ wurde, geht er zu ihm, sagt, „wie ich domol im brauch zereden von Basel gebrocht: ‚io vetter’; do er sagt: ‚nit vetter, aber euwer schwager will ich sein’, hernoch mich nit anderst schimpfwis müntlich und schriftlich genent.“ (204). Ab 1554 Padua; 1554; lt. Drüll 2002 Dr. med. in Padua (1555), lt. RAG in Bologna; 1556; 1556 Rückkehr nach Schlüchtern; Leibarzt beim Bischof Melchior Zobel von Giebelstadt; ;1558 in Würzburg; kurpfälzischer Leibarzt in Heidelberg; 1558; 1560; Prof. med. (3. Professur) in Heidelberg; 1557; 1560; lt. Gunnoe 2011 war er Dekan und Professor der Medizin in Heidelberg; 1560; er starb früh in Folge einer ihm in Bologna irrtümlich zugefügten Vergiftung; er war unverheiratet.

Literatur

Werke

  • Bekannt als neulateinischer Dichter (Elegien), hinterließ er nur eine med. Schrift: Theses medicae (Heidelberg 1559); stand unter Einfluss von Carolus Clusius, daher botanische Interessen.
  • Iac. Mycillus (!), Certamen sagittariorum celebratum Heidelbergae anno 1554... additum est eiusdem carmen de inclyta urbe Argentorato... item epicedion Mycilli scriptum a Petro Lotichio secundo. Wittenberg: Schünck, 1561. - HAB Wolfenbüttel: K 64.4° Helmst. (17)

Archivalien

Stadtbibliothek Königsberg

  • Ms. S 49 fol., Bl. 22 - Gedicht an Matthias Stoius in Königsberg, inc. Stoi Pieridum

BSB München

  • Clm 27345 - De illustrissimis familiae Palatinae principibus (Gedichtfragment, Abschrift 18. Jh.)

Briefe

Briefe an ihn: Camerarius: Epistolae familiares (1583): Exzerpt; Trew: 1 Brief an Cam II: Schmidt-Herrling: 376; 1 Bund Briefe von und an L. (J.G. Styrtzel) in: SUB HH; UB Basel: -. Einige Briefe in den Opera omnia, Leipzig 1586; die Hamburger Briefe sind wohl Abschriften daraus. Im gleichen Band S. 299-306 einige Gedichte, die einen Austausch zwischen Lotichius, Carolus Clusius und Guillaume Rondelet dokumentieren. S. 494 ff. eine - wohl einem Brief an Hagius - entnommene - Schilderung des Pont du Gard durch Clusius. Vorlage:Briefe