Ulrich Erbar
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Addenda zum Biogramm
- Erbar ist im Jahre 1509 in die Artes-Faukltät aufgenommen worden (Koch 2007; Köstlin, 28).
- Im Jahre 1512 hatte die Universität es mit studentischen Tumulten zutun, als Antwort darauf relegierte Rektor Ulrich Erbar mehrere Kommilitonen, unter welchen sich der Edelmann Balthasar Fabri aus Gleichanderwysen (Gleicherwiesen Kreis Hildburghausen, s. Koch 2007) befand, der sich nach seiner Expulsion (9. September 1512) heimlich am 3. Oktober zurrück in die Stadt begab, um schließlich Erbar am Abend des selben Tages von hinten, bewaffnet mit einem eisernen Wurfkreuz, zu erschlagen. Acht Tage lethal verletzt, erlag Erbar am 11. Oktober 1512 seinen Verletztungen. Der Täter ist noch am gleichem Tage vom Stadtrichter gefasst und am 21. Oktober auf dem Marktplatz hingerichtet worden (Koch 2007; Krentz; Friedensburg 1917).
- Die Ermordung Erbars hinterließ spürbare Nachwirkungen, denn erst mit der Reordinierung von Johannes Schwabe im Jahre 1514 konnte die Universität wieder einen Professor der Medizin vorweisen (Koch 2007).
- Unter Erbar promovierte Hieronymus Cingulatorinus.
Literatur und weiterführende Links
- Disselhorst 1929, 83
- Koch 2007, 292 und 308
- RAG https://resource.database.rag-online.org/ngWM6p173V294lsAqXPl1UiD
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800006739
- Szaivert/Gall 1967, 301 (1502.Apr.14., kein genaues Datum angegeben) "Vlricus Praxatoris ex Chamm 4 gr."
- Zedler: https://www.zedler-lexikon.de/index.html?c=blaettern&seitenzahl=902&bandnummer=57&view=150&l=de
- Friedensburg 1917, 86
- Balthasar Mentzius 1604, lib. 2, 13-15
- Friedrich von Soden, Joachim Karl Friedrich (Christoph Scheurls Briefbuch) Soden/Knaake 1867, 81-83
- Förstemann 1841, 40
- Köstlin 1887, 3, 23, 28
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d83800006739
- Koch 1982
- Zeichnung von Erbar: https://onb.digital/result/BAG_7338452
- Krentz 2014, 112