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Version vom 14. Dezember 2022, 17:13 Uhr
Vita
Kann auf lange Familiengeschichte zurückblicken; ist früh zum Vollwaisen geworden, Christoph Schelhammer nahm sich seiner an; seit 1617 Philosophie- und Medizinstudium in (Studium: Wittenberg;1617;1618), dann in (Studium: Leiden;1618;1621), (Studium: Oxford), (Studium: Paris) und seit 1622 in (Studium: Padua); Dr. med. in (Doktor: Padua; 07.04.1625); er führte in Padua am 21.03. und 12.04..1625 zwei öffentliche Sektionen durch (außerdem zwischen 1629 und 1638 weitere acht öfftl. Leichensektionen); zeitweise Kandidat für die dortige anatomische Professur (Rossetti 1977), welche er jedoch ablehnte; 1628 Prof. med. (für Anatomie) in (Professor: Wittenberg; 1628; 1629); seit 1629 Prof. med. (Anatomie,Chirurgie u. Botanik) in (Professor: Jena;05.1629); er erreichte den Bau eines Anatomischen Theaters; zentrale Figur bei der Gründung eines Botanischen Gartens (1631) und bis 1638 dessen Vorsteher; lehrte und praktizierte Chirurgie; er gab am 21.02.1641 seine Professur auf Befehl des Herzogs von Sachsen (vermtl. Ernst I. (Sachsen-Gotha-Altenburg)) auf (sein Nachfolger ab 1638 war Paul Marquard Schlegel) und wurde in (Praxis: Jena;1641) als Arzt und (med.) Alchemist tätig; Hofarzttätigkeit in (Hofarzt: Weimar); Arzttätigkeit für beide Seiten während des Dreißigjährigen Krieges; er war sechsmal Rektor der Universität Jena (1632, 1638.1646, 1652, 1658, 166[.]), zog sich aber nach 1664 von der Universität zurück; er beschäftigte sich mit arabischer und griechischer Medizin; erwarb europaweites Ansehen.
1642 (lt. Moller am 9.02.1641) verh. mit Sophia Magarethe Platner; deren Schwester, Catharina Elisabetha, war mit Christoph Schelhammer verheiratet.
Literatur
- Trauerschrift: http://www.uni-mannheim.de/mateo/camenaref/witte/witte3/s280.html
- PND
- Krüger 1978
- Offner 2000, 271.
- Album stud. Acad. Lugd. Bat., Sp. 148.
- Moller 1744, 558-565.