Caspar Ratzenberger: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 1. Juli 2022, 18:39 Uhr
Vita
Geburtsort lt. Förstemann (Album Univ. Witt.); abweichend davon Jöcher: geb. in Saalfeld als Sohn des Matthaeus Ratzenberger (als solcher wurde aber nicht in dessen Leichenpredigt genannt!): Nach eigenen Angaben stammte er aus Naumburg: s. Kessler 1870, S. 10.
1548 Student in Wittenberg; 1548, dort war er noch 1556 am Herbarisieren: Kessler 1870, S. 67, 74, nach eigenen Angaben 1558 in Jena; 1558, 1560 in Montpellier; 1560, wo er zusammen mit Leonhard Rauwolf studierte: wie dieser wurde er später wegen seines Herbariums berühmt.
Nach eigenen Angaben reiste und herbarisierte er auch in Italien, in Schweiz und Süddeutschland: 1559 in Rom, Neapel, Padua (dort besuchte er den botanischen Garten), über Venedig und Trient, Rückreise die Schweizer und Allgäuer Alpen sowie Augsburg (1559) (Belege: Kessler 1870, S. 31 f., 43 f., 75, 83. 1560 reiste er durch Südfrankreich und studierte Medizin in Montpellier; 1560; 1561 Dr. med. in Orange; 1561.
Nach einem Eintrag in seinemm Herbar auf Bl. 234 seit 1564 (oder schon 1563) wieder in Naumburg: Kessler 1870, S. 57; nach Kessler findet sich in Naumburg archivalisch nichts zu ihm überliefert. Später war er auch Stadtarzt in seiner Heimatstadt Naumburg, vielleicht auch Leibarzt des sächsischen Herzogs Johann Wilhelm (1530-1573): s. DS 32913
Leonhard Thurneisser (1531- 1595) kam im Jahr 1580 nach Naumburg, um Schalen von Meerestieren aus seiner Sammlung zu kaufen: Klein 2018, S. 200 Ratzenberger korrespondierte 1582-1589 mit Johann Aicholz (Belege bei Kessler, S. 30, 42, 55, 58, 73, 85): Briefe verloren?
Literatur
- GND
- VD 17
- https://de.wikipedia.org/wiki/Caspar_Ratzenberger
- Kessler 1870
- Schmitz 1978, 94
- Klein 2018
- M. Stolberg in Kat. Gotha 2019, Nr. 17== Archivalien ==