Georg Agricola II.: Unterschied zwischen den Versionen

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* Leibarzt des Statthalters [[Ludwig VI. (Pfalz)]] und des künftigen Kurfürsten [[Johann von Sachsen (1498–1537)]] und seiner Gemalin [[Elisabeth von Hessen (1502–1557)]], Tochter des Landgrafen [[Philipp I. (Hessen)]](lt. [[Roth 1927]], 23). Nochmal Prüfen!


Pestschrift: "Kurtzen Bericht, wie man sich für denen jetzo vorstehenden Hauptkrankheiten und Seuchen mit der Praeservation oder Verwarnungen unnd etzlichen Accidentien oder Zufällen verhalten soll, zu Dienste der Einwohnern oder Bürgerschafft der churfürstlichen Stadt Amberg und anderer, so Berichts nottirfftig, zusammen getragen"
Pestschrift: "Kurtzen Bericht, wie man sich für denen jetzo vorstehenden Hauptkrankheiten und Seuchen mit der Praeservation oder Verwarnungen unnd etzlichen Accidentien oder Zufällen verhalten soll, zu Dienste der Einwohnern oder Bürgerschafft der churfürstlichen Stadt Amberg und anderer, so Berichts nottirfftig, zusammen getragen"
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* Stand mit [[Sebastian Fröschel]] und [[Johannes Garcaeus]] in Kontakt.
* Stand mit [[Sebastian Fröschel]] und [[Johannes Garcaeus]] in Kontakt.
* Agricola war 1554/05/13 Lehrer der Oberklasse  an der Martinschule in [[Amberg]] (lt. [https://www.deutsche-biographie.de/gnd133236978.html#ndbcontent NDB]).
* Agricola war 1554/05/13 Lehrer der Oberklasse  an der Martinschule in [[Amberg]] (lt. [https://www.deutsche-biographie.de/gnd133236978.html#ndbcontent NDB]).
* Agricola wurde am 1554/07/31 rez. art. (lt. [[Koch 2007]], 299).
* Agricola wurde am 1554/07/31 in die Artistenfakultät aufgenommen (lt. [[Koch 2007]], 299).
* Während seiner Zeit als Rektor an der Stadtschule von [[Amberg]], betrieb Agricola private Medizinstudien bis zum Erwerb des Dr. med. Er bat den Rat der Stadt um ein Empfehlungsschreiben nach Wittenberg für die Promotion (lt. [[Roth 1927]], 21).
* Während seiner Zeit als Rektor an der Stadtschule von [[Amberg]], betrieb Agricola private Medizinstudien bis zum Erwerb des Dr. med. Er bat den Rat der Stadt um ein Empfehlungsschreiben nach Wittenberg für die Promotion (lt. [[Roth 1927]], 21).
* Unter Agricola erlebte die Lateinschule eine Blütezeit (lt. [https://www.deutsche-biographie.de/gnd133236978.html#ndbcontent NDB]).
* Unter Agricola erlebte die Lateinschule eine Blütezeit (lt. [https://www.deutsche-biographie.de/gnd133236978.html#ndbcontent NDB]).
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* Agricolas humanistische Bildung wird deutlich in seiner lateinischen Lobrede auf die Stadt Amberg anlässlich des Besuchs des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz im Jahr 1559, obwohl sie stark von einer zeitgleichen Chronik des Bürgermeisters Schwaiger abhängt (lt. [https://www.deutsche-biographie.de/gnd133236978.html#ndbcontent NDB]).
* Agricolas humanistische Bildung wird deutlich in seiner lateinischen Lobrede auf die Stadt Amberg anlässlich des Besuchs des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz im Jahr 1559, obwohl sie stark von einer zeitgleichen Chronik des Bürgermeisters Schwaiger abhängt (lt. [https://www.deutsche-biographie.de/gnd133236978.html#ndbcontent NDB]).
* Zusätzlich zu einer Lobrede sind einige ärztliche Verordnungen für den Amberger Statthalter, den späteren Kurfürsten Ludwig VI., sowie Verhaltensmaßregeln bei Seuchenausbrüchen in Amberg in den Jahren 1571 und 1574 überliefert (lt. [https://www.deutsche-biographie.de/gnd133236978.html#ndbcontent NDB]).
* Zusätzlich zu einer Lobrede sind einige ärztliche Verordnungen für den Amberger Statthalter, den späteren Kurfürsten Ludwig VI., sowie Verhaltensmaßregeln bei Seuchenausbrüchen in Amberg in den Jahren 1571 und 1574 überliefert (lt. [https://www.deutsche-biographie.de/gnd133236978.html#ndbcontent NDB]).
* Leibarzt des Statthalters [[Ludwig VI. (Pfalz)]], des künftigen Kurfürsten und seiner Gemalin [[Elisabeth von Hessen (1539–1582)]], Tochter des Landgrafen [[Philipp I. (Hessen)]]  (lt. [[Roth 1927]], 23).
* Agricola hatte noch zwei (namentlich unbekannte) Töchter und einen weiteren Sohn. Eine geboren in Jahre 1596, die andere 1599, welche mit [[Georg Peumbl]], einem "Fucksischen Richter zu Winklern", verheiratet war. Der Sohn ist 1558 geboren (lt. [[Roth 1927]], 25f.).
* Agricola hatte noch zwei (namentlich unbekannte) Töchter und einen weiteren Sohn. Eine geboren in Jahre 1596, die andere 1599, welche mit [[Georg Peumbl]], einem "Fucksischen Richter zu Winklern", verheiratet war. Der Sohn ist 1558 geboren (lt. [[Roth 1927]], 25f.).
* Agricola starb an starken Fieber. Sein Nachfolger wurde [[Andreas Rosa]] (lt. [[Roth 1927]], 23).
* Agricola starb an starken Fieber. Sein Nachfolger wurde [[Andreas Rosa]] (lt. [[Roth 1927]], 23).

Version vom 19. Februar 2025, 16:03 Uhr

Grunddaten
Zitationsvorschlag Georg Agricola II. (19.02.2025), in: Medicinae Alumni Vitebergenses (MAV), https://mav.kallimachos.de/Georg_Agricola_II.
GND-Nummer(n) 133236978 (Prometheus)
Namensvariante(n)
Geburtsdatum 1530
Geburtsort Mimbach
Sterbeort Amberg
Sterbedatum 1574/01/12
Drucker / Verleger nein
Ist Wittenberger Mediziner? Ja
Ist Graduierter der Med. Fak. Wittenberg?
Ist Dozent (Med. Fak. Wittenberg)?
Bearbeiter Manuel Huth; Luca Coppolino
Familie
Vater
Mutter
Geschwister
Ehefrauen Margaretha Volg
Kinder Johann Georg AgricolaMichael Agricola
Schwiegersöhne (nur MAVs)
Schwiegervater (nur MAV)


Schul- und Universitätsbesuche

GeographikumBeginnBeginnSicherEndeEnddatum gesichert?StipendiumJNStipendiengeberAnmerkungen
Poetenschule Amberg1539Gesichert1548/09/22MutmaßlichQuelle: Roth 1927, 2; Enddatum: TAQ (Immatrikulation in Wittenberg).
Universität Wittenberg1548/09/22Gesichert1570/04/06MutmaßlichQuelle: CIV. Enddatum: TAQ (Promotion zum Dr. med.)

Akademische Abschlüsse

GradGeographikumBeginnBeginn sicher?EndeEnddatum sicher?PräsesDisputationAbgedruckt inAnmerkungen
Mag. art.Universität Wittenberg1553/08/03Gesichert1553/08/03GesichertQuelle: Koch 2007, 299
Lic. med.Universität Wittenberg1570/01/20Gesichert1570/01/20GesichertCaspar Peucer I.De epilepsiaMAV Druck 16 623
Dr. med.Universität Wittenberg1570/04/06Gesichert1570/04/06GesichertQuelle: Koch 2007, 299

Berufliche Tätigkeiten

Art der TätigkeitGeographikumAngestellt beiBeginnBeginnSicherEmpfohlen vonEndeEnddatum gesichert?GrundfürEndeEntlassung betrieben vonAnmerkungen
PädagogePoetenschule Amberg13.05.1554Gesichert1574MutmaßlichQuelle: NDB
RektorPoetenschule Amberg1555/07/26Gesichert1569GesichertQuelle: NDB
LeibarztPfreimdGeorg IV. Ludwig (Leuchtenberg)1565Gesichert1570MutmaßlichQuelle: Koch 2007, 299; Enddatum: TAQ (Anfang der Tätigkeit bei Ludwig VI. (Pfalz)).
LeibarztAmbergLudwig VI. (Pfalz)
Elisabeth von Hessen (1539–1582)
1570Gesichert1570MutmaßlichQuelle: Koch 2007, 299; Enddatum: TPQ (Anfang der Tätigkeit).
StadtarztAmberg1570/05/01Gesichert1574GesichertQuelle: Koch 2007, 299 und lt. NDB

Für diese Person wurde kein Studienprofil erstellt. Studienprofile wurden i.d.R. nur für Graduierte der medizinischen Fakultät Wittenberg erstellt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Seite Anleitung.

Für diese Person wurde kein Dozentenprofil erstellt, da sie kein Dozent an der medizinischen Fakultät war. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Seite Anleitung.

Georg Agricola II. war an folgenden Disputationen (beteiligt): (1)

Gedruckt inTypDatum BeginnDatum EndeOrtTitelSchlagwortePräsesRespondent
MAV Druck 16 623Pro gradu1570/01/201570/01/20Universität WittenbergDe epilepsiaEpilepsieCaspar Peucer I.Georg Agricola II.

Georg Agricola II. verlegte oder druckte folgende Werke (ohne Nachdrucke): (0)


Georg Agricola II. wirkte aktiv an folgenden Drucken mit: (4)

 VDTitelJahrDruckortDruckerVerfasserBeiträgerHerausgeberÜbersetzerSchlagworteKommentator
MAV Druck 16 3032Der Ciij. Psalm Da=uids. Lobe den HERREN mein Seel/ vnnd was in mir ist/ seinen Heyligen Namen etc. Außgeleget zu Am=berg/ durch Michael H#(oe)fer von Wertheim/ Die=ner am Heyligen Euange=lion zu Heydelberg. ...1557AmbergWolf GuldenmundMichael HöferGeorg Agricola II.
MAV Druck 16 3027EPITAPHIA LEONARTI PA=MINGERI ASCHAVIENSIS, VI=RI PIETATE, ERVDITIONE, ET VIR=tute praestantis, Musici clariss. Patauij in finibus Bauariae, ad D. Nicolaum Secreta=rij, piè ibidem defuncti, & sepulti, A SOPHONIA PAMINGERO PA=tauino, LEONARTI Filio, & quibusdam Reuerendis, clariss. pijs, ac eru=ditis Viris scripta. ...1568RegensburgHeinrich GeißlerGeorg Agricola II.
Wolfgang Lithorus
Johannes von Passau Clavus
Kaspar Nentwich
Balthasar Nusser
Sophonias Paminger
David Clavus
MAV Druck 16 623PRAESIDE CASPARO PEVCERO PHILO-SOPHIAE ET MEDICINAE DOctore ac Professore in Academia VVitebergensi, disputabunt publice de sequentibus propositionibus pro Licentia ... DE EPILEPSIA, M. Georgius Agricola Ambergensis, DE PLEVRITIDE, Hieronymus Schaller Norimbergen: DE ARTHRITIDE, M. Fabianus Summer ... Die XX. Ianuarij ... in Lectorio Collegij Maioris.1570WittenbergClemens Schleich
Anton Schöne
Caspar Peucer I.Fabian Sommer
Georg Agricola II.
Hieronymus Schaller II.
Pleuritis
Epilepsie
Arthritis
Medizinische Dissertation
MAV Druck 16 3103EPITHALAMI=ON SCRIPTVM IN SE=CVNDVM NVPTIARVM HO=NOREM, VENERANDI VIRI, NO=bilitate Stemmatis, Pietate, Doctrina, Consilio ac Virtutibus praestantissimi, Domini Iohannis Georgij à Gleissenthal, Illustrissimis Principibus Palatinis ad Rhenum &c. à Consilijs, tum Praesi=dis & Gubernatoris Collegij Spenshartensis: ac nobilissimae & honestissimae Matronae, Eli=zabethae Thürriglinae, Sponsae eius, fi=liae ... Io=hannis Thürrigl à Rigl=stein, &c. à GEORGIO AGRI=COLA, Med: Doctore.1573NürnbergHans KolerGeorg Agricola II.Philipp Melanchthon

Werke von Georg Agricola II. wurden in folgenden Drucken herausgegen, kommentiert oder übersetzt: (0)

Georg Agricola II. wird in folgenden Werken erwähnt oder war Widmungsempfänger: (1)

 VDTitelJahrDruckortDruckerSchlagworteErwähntWidmungsempfänger
MAV Druck 16 8ORATIO DE VITA GALENI, RECITATA AB ABRAHAMO VVERNE-ro Philosophiae et Medicinae Doctore, cùm Doctores in Medicina renuncia-rentur viri doctißimi D. Georgius Agri-cola Ambergensis, et D. Fabianus Summer, natus in oppido regni Bohemiae ad Thermas Carolinas. VIII. Idus Aprilis in Aca-demia VVitebergensi. Cum Quaestione in renunciatione proposita.1570WittenbergJohann SchwertelAkademische Rede
Corpus Galenicum
Fabian Sommer
Georg Agricola II.
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Addenda zum Biogramm

  • Abweichendes Sterbedatum: 1575 (doch erhielt die Witwe ab 1574 Gnadengeld: Stadtarchiv Amberg, Ratsbuch VIII, 30; s. Naber 1967, 113).
  • Stand mit Sebastian Fröschel und Johannes Garcaeus in Kontakt.
  • Agricola war 1554/05/13 Lehrer der Oberklasse an der Martinschule in Amberg (lt. NDB).
  • Agricola wurde am 1554/07/31 in die Artistenfakultät aufgenommen (lt. Koch 2007, 299).
  • Während seiner Zeit als Rektor an der Stadtschule von Amberg, betrieb Agricola private Medizinstudien bis zum Erwerb des Dr. med. Er bat den Rat der Stadt um ein Empfehlungsschreiben nach Wittenberg für die Promotion (lt. Roth 1927, 21).
  • Unter Agricola erlebte die Lateinschule eine Blütezeit (lt. NDB).
  • Schüler und Freund von Philipp Melanchthon, mit dem er sich während des Studiums angefreundet hatte. Es fanden Briefwechsel zwischen den Beiden statt, während Agricola Rektor in Amberg war (lt. NDB).
  • Wegen seiner Ablehung des Kalvinismus, wurde Agricola nicht in das neue kurfürstliche Pädagogium übernommen (lt. NDB).
  • Während seiner Tätigkeit als Stadtarzt in Amberg unterrichtete Agricola nebenbei an der Martinsschule. 1571 verfasste er eine Schulordnung für die Stadtschule in Amberg (lt. NDB).
  • Schwiegersohn des Amberger Stadtarztes Johannes Volg.
  • Agricolas humanistische Bildung wird deutlich in seiner lateinischen Lobrede auf die Stadt Amberg anlässlich des Besuchs des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz im Jahr 1559, obwohl sie stark von einer zeitgleichen Chronik des Bürgermeisters Schwaiger abhängt (lt. NDB).
  • Zusätzlich zu einer Lobrede sind einige ärztliche Verordnungen für den Amberger Statthalter, den späteren Kurfürsten Ludwig VI., sowie Verhaltensmaßregeln bei Seuchenausbrüchen in Amberg in den Jahren 1571 und 1574 überliefert (lt. NDB).
  • Leibarzt des Statthalters Ludwig VI. (Pfalz), des künftigen Kurfürsten und seiner Gemalin Elisabeth von Hessen (1539–1582), Tochter des Landgrafen Philipp I. (Hessen) (lt. Roth 1927, 23).
  • Agricola hatte noch zwei (namentlich unbekannte) Töchter und einen weiteren Sohn. Eine geboren in Jahre 1596, die andere 1599, welche mit Georg Peumbl, einem "Fucksischen Richter zu Winklern", verheiratet war. Der Sohn ist 1558 geboren (lt. Roth 1927, 25f.).
  • Agricola starb an starken Fieber. Sein Nachfolger wurde Andreas Rosa (lt. Roth 1927, 23).

Literatur und weiterführende Links