Balthasar Summer: Unterschied zwischen den Versionen
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|Anmerkungen=MH: Dr. med.; Physikus in (Stadtarzt: Torgau) und Leibarzt des Herzogs von (Praxis Liegnitz), fl. 1563-1585; Taufpate von Dr. med. Jakob Horst (1537-1600) und mit diesem verschwägert (<i>affinis</i>): seine Schwester Margaretha, Witwe des Stephanus Oswaldus, heiratete dort im Jahr 1570 Gregor Horst, den Bruder von Dr. med. Jakob Horst (1537-1600); dieser war folglich seither auch sein Schwippschwager.; | |Anmerkungen=MH: Dr. med.; Physikus in (Stadtarzt: Torgau) und Leibarzt des Herzogs von (Praxis Liegnitz), fl. 1563-1585; Taufpate von Dr. med. Jakob Horst (1537-1600) und mit diesem verschwägert (<i>affinis</i>): seine Schwester Margaretha, Witwe des Stephanus Oswaldus, heiratete dort im Jahr 1570 Gregor Horst, den Bruder von Dr. med. Jakob Horst (1537-1600); dieser war folglich seither auch sein Schwippschwager.; | ||
LC: Anatomie eines Wolfs durch Summer(?); | |||
LC: Anatomie eines Wolfs durch Summer(?)(lt. Koch); "Den 16. August. (1551) offerirte Summer den M. Paulo Ebero einen Thaler, und fragete: was Er jhärlich verlange, da Er gesprochen ein Viertel Torgauisch Bier, welches auch erfolget." (lt. Herzog 2023, 47) | |||
Publikationen:Kalender (1559) | Publikationen:Kalender (1559) | ||
Archivalien: Diario (lar.), bearb.v.W Krudrhoff[StadtATorgau] | Archivalien: Diario (lar.), bearb.v.W Krudrhoff[StadtATorgau] | ||
Literatur: | Literatur: | ||
BRACHMANN, WILHELM: Schlesische Apothekerordnungen, in: Die Vorträge der Jubiläums-Hauptversammlung in Salzburg vom 2. bis 16. September 1951, hrsg. von Kurt Ganzinger, Wien 1952, S. 10-20 (prüfen) | BRACHMANN, WILHELM: Schlesische Apothekerordnungen, in: Die Vorträge der Jubiläums-Hauptversammlung in Salzburg vom 2. bis 16. September 1951, hrsg. von Kurt Ganzinger, Wien 1952, S. 10-20 (prüfen) | ||
Version vom 1. Juli 2024, 13:29 Uhr
Addenda zum Biogramm
- 1529/01/08: Taufe in der Marienkirche. Sein Zweitname Gabriel geht auf den Pastor der Kirche zu Torgau Gabriel Didymus zurück. (lt. Herzog 2023, 30)
- Sein Vater war der Gerbermeister Balthasar Summer der Ältere. Seine Mutter war ein Waisenkind aus dem städtischen Adel namens Margarethe von Dommitzsch. (lt. Koch 2007, 333 und Herzog 2023, 10)
- Sein aus Gräfenthal stammender Großvater Johann Summer (väterlicherseits) war Ratsherr und später Bürgermeister von Gräfenthal. Seine Großmutter (väterlicherseits) war Margaretha Lutzin. (lt. Herzog 2023, 26)
- Summer hatte seit seiner Kindheit aufgrund eines Treppensturzes mit Sprachproblemen zu kämpfen, da ihm für 9 Jahre die zwei forderen Schneidezähne fehlten. Diese wurden später ersetzt. (lt. Koch 2007, 333 und Herzog 2023, 31)
- 1544: Bei der Einweihung einer neuen Kirche in Torgau hörte Summer die Predigt von Martin Luther mit Bewunderung. (lt. Herzog 2023, 35)
- 1547: Summer hielt sich in Leipzig auf, welches im Zuge des Schmalkaldischen Krieges unter Belagerung stand. Dort geriet er zeitweise durch den Artilleriebeschuss auf die Stadt in Lebensgefahr. Summer wollte wegen der äußeren Umstände in seiner Heimatstadt sein Studium aufgeben und sich vollständig dem Gerberhandwerk zuwenden. Jedoch konnte der Rektor der Lateinschule in Torgau namens Marcus Crodelius auf Summers Mutter einreden, dass sie ihn wieder zur Schule schicken möge. (lt. Herzog 2023, 35 und 37)
- Für die Finanzierung des Studiums, erhielt Summer die Ersparnisse seiner Mutter. (lt. Herzog 2023, 42)
- Summer zahlte keine Immatrikulationsgebühr in Wittenberg, da er den Rektor Jacob Milichius bereits kannte. (lt. CIV und Herzog 2023, 43)
- 1550/07/30: Michael Voigt, der neue Cantor aus Torgau, kam nach Wittenberg. Mit ihm schloss Summer eine gute Freundschaft. (lt. Herzog 2023, 44)
- 1550/09/19: Auf Anraten von Anna Moschwitz wurde Summer in das Haus von ihrem verstorbenen Ehemann Augustin Schurff aufgenommen. Dort lebten zudem noch die Töchter von Schurff. Er sollte dort nicht als Hilfskraft sondern als Freund leben. (lt. Herzog 2023, 45)
- 1550/10/25: Ohne dem Wissen von Summer und seiner Mutter schrieb der Ratsherr Joachim Moschwitz an Jacob Milichius einen Brief. In diesem bat er ihn mit Philipp Melanchthon zu sprechen, dass er für Summer ein Empfehlungsschreiben an den Rat der Stadt Torgau schicken möge. Dies hatte folgenden Hintergrund (lt. Herzog 2023, 45 f.):
Der Bürgermeister der Stadt Torgau Martin Proschwitz sprach im Rathaus mit Summers Mutter: "Ihr ernehret eüern Sohn in Wittenberg auf eigene Kosten, und er verlanget von Uns; ein Stipendium Ihm zu geben, sich desto besser zu unterhalten damit ihr nicht ausgezehret werdet. Schreibet also an ihm, daß er den H<errn> Philippum (Melanch<thon>) angehe, damit er von ihm ein Bittschreiben erhalte, und uns aushändige; wan wir solches Zeügnis erhalten, so wollen wir ihm und Eüch einer elenden Wittwe willfährig seyn." (lt. Herzog 2023, 46)
- Summer besuchte die Collegia von Milichius und dieser sprach mit Melanchton. Daraufhin schickte Milichius Balthasar Summer zu Melanchton. Dieser prüfte ihn und händigte das Empfehlungsschreiben aus. (lt. Herzog 2023, 46)
- 1551/04/13: Summer bat Jacob Milichius um eine Empfehlung an Paul Eber (1511-1569). Er schrieb zudem noch selbst einen Brief an denselbigen und übergab ihn persönlich an Eber. Eber Soll daraufhin gesprochen haben (lt. Herzog 2023, 46):
"wie Er dem Millichio wolte gefällig seyn, und umb 1 Uhr, hörete Er des Eberi Lectiones, und diesen grossen und göttlichen Mann, habe er jeder Zeit hochgeachtet." (lt. Herzog 2023, 46 f.)
- Nach Erwerb des Magistergrades beschloss der Rat 1555 Summer weiter zu fördern:
"M. Balthasar Sommer desgleich(en) Jacob Dechsell, welche eines Erbarn Radts Stipendia ein Jeder drei Jar lang, gebraucht hat, Ist auf Ire bit, vnd in ansehung Ires vleisses, einem Jedern ein Jar lang ein stipendium zugebrauchen vortrostung geschehen, vnd nachgelassen." (lt. Koch 2007, 333 und Herzog 2023,11 f.)
- Nach Erwerb des mag. beging er eine Reise durch Polen. (lt. Koch 2007, 333)
- 1557/08/10: res.art. (lt. Koch 2007, 333)
- 1560: Als Botanicus in Wittenberg. (lt. Koch 2007, 333)
- Nach der Promotion zum Dr. med. erhielt Summer ein Geschenk vom Rat:
"Dem Herren Doctor Balthasar Sommer Ist beschlossen vf sein Doctorat zu schenken X thaler, oder ein Becher vor XII thl." (lt. Herzog 2023, 12)
- 1565/09/03: Ehe mit Judith Burchart, die Tochter des Stadtrichters im Rat namens Thomas Burchart. Die Mutter der Braut war die Tochter des kurfürstlichen Baumeisters Konrad Krebs. (lt. Koch 2007, 333 und Herzog 2023, 12)
- Von seinen zehn Kindern verstarben vier im Kleinkindalter. (lt. Herzog 2023, 21)
- Im Zuge seiner Tätigkeit als Leibarzt des Herzogs von Liegnitz und Brieg begleitete er diesen auf einer weiteren Reise durch Polen. (lt. Koch 2007, 333)
- 1574-1602: Neben der stadtärztlichen Tätigkeit war Summer zusätzlich noch Schulinspektor in Torgau. (lt. Koch 2007, 333)
- 1602/07/09: Bestattung. (lt. Herzog 2023, 20)
Fußnoten
Fußnote 1
- lt. Koch 2007, 333; Angestellt bei dem Herzog von Liegnitz und Brieg. (Vermutlich Georg II. (Brieg)) lt. Herzog 2023, 12 ab 1567 Leibarzt. Enddatum: TAQ (Anfang Tätigkeit in Torgau).