Matthias Stoius: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20. Oktober 2022, 12:27 Uhr
Werke
Bei den meisten überlieferten Werken handelt es sich um Gedichte - einerseits Gelegenheitsgedichte (z.B. anlässlich von Hochzeiten), andererseits Geleitgedichte, die den Drucken anderer Autoren beigegeben waren. Hinzu kommen Epitaphien, christliche Gedichte sowie ein Spottgedicht gegen den päpstlichen Nuntius Luigi Lippomano, in dem er für Mikolaj Radziwill Rudy Partei ergreift (vgl. MAV Druck 16 2129).
Über medizinische Themen schreibt Stoius so gut wie nicht. Die einzige Ausnahme ist eine 1562 erschienene Schrift, in der er über Ursache und Natur des menschlichen Atems diskutiert. Mit diesem Werk antwortet er auf einen gegen ihn gerichteten, polemischen Druck, den Paul Skalich verfasst hatte. Nach der Publikation von Stoius' Werk antwortet wiederum Skalich, indem er Stoius' Werk neu auflegt und mit Scholien versieht, die Stoius' Ansichten wiederlegen sollen (vgl. MAV Druck 16 2140).
TODO Leichpredigt auf Stoius
Literatur und weiterführende Links
Vita todo
Studiendaten lt. RAG:
Sohn des Matthias Stoius († 1529); 1543 Studium in Wittenberg; 1543, 1546 dort Mag., dann in Frankfurt (Oder); 1546 und Königsberg; 1547 Heirat in Königsberg mit der Tochter des Arztes Basilius Axt und Inspektor der Lateinschule; 1549 zum Medizinstudium wieder immatr. in Wittenberg; 1549, 1550 in Leipzig; 1550; 1553 Dr. med. in Bologna; 1553; 1554 a.o. Prof. med. in Königsberg, Hofarzt; 1555 geadelt; seit 1560 ordentl. Prof. für Medizin in Königsberg; 1560; 1575 Aufenthalt (!) in Danzig, 1576 Aufenthalt (!) in Elbing; seit 1579 auch (!) a.o. Prof. für Mathematik in Königsberg
Weitere Angaben: von Karl V. (HRR) geadelt (Bargmann 1951, 67); vor 1554 zeitweise in Leipzig (SUB Hamburg, Sup. ep. 1, 331: Peucer an Stoius); längerer Aufenthalt in Nürnberg (Datum unklar; vgl. Peucer an Stoius, Sup. ep. 1, 339-340); Prof. med. ordinarius in Königsberg; 1560; 1575, danach Praxis in Danzig; 1575 und Elbing; 1576; Leibarzt bei Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach) in Königsberg; Prof. med. secundus in Königsberg; 1576, 1579 auch für Math.
NB: Die Angabe, Stoius habe Agnes Axt bereits 1547 geheiratet, ist definitiv unzutreffend; er bezeichnet sich im März 1558 als "neogamos" (Erlangen, Trew, Stoius 15); Agnes starb ca. 1578 (Wiederverheiratung mit Elisabeth Lang aus Elbing im März 1579).
Die Leichenpredigt von Stojus’eigener Beerdigung in Sebastian Artomedes’(1544- 1602) „Zwey und zwantzig kurtze und Christliche Leichpredigten“ (Leipzig, 1609, VD17 1:022834R) (S. 128-146).
Literatur todo
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngSI3p173Rq95hoimS3h1
- https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Stoius
- PND
- Schwarz 1939a, 31
- Skrobacki 1969, 109
- Arnoldt 1994, 308 f.
- Anselmino 2003, 58-65
- Jaster 2005, 17-36 (Ärzteviten)
- Epitaph in: Lilienthal, Beschreibung der Cathedralkunst (vor 1746), 70== Schriften ==
- Trauerelegie auf Albrecht d.J. v. Mecklenburg (1556-1561) in: Petrus Sickius: Oratio funebris de obitu ill. principis... Alberti Junioris ducis Megaloburgensis..., Königsberg: Daubmann, 1561 (Bauch 1921, 267).