Martin Pollich: Unterschied zwischen den Versionen
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* [[Kaiser/Völker 1980b]], 11f., 66 | * [[Kaiser/Völker 1980b]], 11f., 66 | ||
* [[Koch 2007]], 323 (Pollich war ferner Apothekenbesitzer in Wittenberg) (kommt in die Addenda). | * [[Koch 2007]], 323 (Pollich war ferner Apothekenbesitzer in Wittenberg) (kommt in die Addenda). | ||
Version vom 18. August 2025, 14:01 Uhr
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Literatur und weiterführende Links
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d8380000615f
- Disselhorst 1929, 81-82
- Erler 1895, 278, Nr. 51 (=Matrikel Leipzig)
- Kaiser/Völker 1980b, 11f., 66
- Koch 2007, 323 (Pollich war ferner Apothekenbesitzer in Wittenberg) (kommt in die Addenda).
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngMC7T779MU5ybikgL9bxKyP
- https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Pollich
- aus Meinhardi (s. Koch), 37f., 76: "Dem berühmten und bedeutenden Herren Martin Mellerstedt, Doktor der Freien Künste und der Medizin, sowie Professor und hervorragender Ausleger der Heiligen Schrift, meinem verehrten Herrn und Meister, wünscht Andreas Meinhardi Glück und Segen: Als Ihr, Hochverehrter Herr, mich vor kurzem auffordertet, inmitten meiner verschiedenen Studien und vielen anderen Beschäftigungen, etwas Neues ans Licht zu bringen, zum Schmuck der blühenden Wittenberger Universität und zum Nutzen ihrer Studentenschaft, habe ich lange gezögert, dieser Aufforderung nachzukommen, da ich meinte, eine solche Last nicht auf mich nehmen zu können. Jedoch, nachdem ich sorgfältig die hervorragenden, bis an die Sterne bekannten Taten und Handlungen der berühmten Fürsten und Herren, besonders aber die des berühmten Fürsten und Herren, Herrn Friedrich, Kurfürst und Erzmarschall des Heiligen Römischen Reiches etc. und Gründer der berühmten Universität zu Wittenberg, bedacht hatte, konnte ich es nicht ablehnen, noch wäre es mir recht erschienen, so zu handeln. Besonders, da Ihr von mir etwas Glänzendes, Anziehendes und für die gebildete öffentlichkeit Nützliches und Brauchbares fordertet, einen Dialog, der die glänzende Heldentaten der berühmten Fürsten und Herren, der Herzöge von Sachsen etc., in sich einschließt, der die Neulinge unter den Studenten antreibt, noch eifriger die lateinische Sprache als ihr Kleinod zu schätzen, und der zu gleicher Zeit meinen Dränger und mich zufriedenstellt. Deswegen habe ich den Dialog in einem leichten Prosastil geschrieben, der sich aber bei Zitaten auch der gebundeten Sprache anpaßt. Wenn es auch eine Große Menge Doktoren gibt, die in der artistischen oder in den höheren Fakultäten sehr gelehrt sind und somit die Aufgabe viel besser und glanzvoller hätten lösen können, da sich in ihrem Geist eine solche Fülle aller Wissenschaft angesammelt hat, daß ihr Verstand mehr von göttlicher als von menschlicher Einsicht erhellt zu werden scheint, so haben doch diese nur Zeit für höhere Betrachtungen, beschäftigen sich lieber mit den erhabenen als mit den niederen Dingen der Anfänger und vermeiden es tunlichst, eine solche Bürde auf sich zu nehmen. Jedenfalls hielt ich es für angezeigt, Euch selber den Dialog zu schicken, bevor ihn das Publikum zu Gesicht bekommt, damit ich, wenn Ihr irgendeinen Fehler oder ein Versehen findet, geschweige denn irgendwelche bei der Korrektur stehengebliebenen Irrtümer, um Eure freundliche Nachsicht bitten kann. Aber wenn Euch etwas gut gefällt, würde ich dies mit dankbaren Herzen hören, denn ich verdiene fr die Arbeit keinen geringen Glückwunsch. Lebt wohl und möget Ihr mich, wie Ihr es gewohnt seid, und mein kleines Büchlein empfehlen. Geschrieben an der berühmten Universität zu Wittenberg am 29. September im 1507. Jahr seit der Geburt Christi." "Daneben (KS: Johann von Staupitz aus Thüringen) stand der vortreffliche Herr Martinus Polich von Mellerstedt, Leipziger Doktor der Freien Künste und Doktor der Medizin, Magister der Heiligen Schrift in Wittenberg, der hochgeschätzte Vizekanzler der dortigen Universität und Dekan wie auch Ordinarius an der theologischen Fakultät. Er ist die zweite Säule der Universität. Sommers wie winters trägt er mit seiner Arbeit beinahe alle ihre Last und schmückt sie dabei auf ähnliche Weise, wie Blumen die Wiese zieren. Er ist gebildet und freundlich. Besonders eifrig bemüht er sich, die öffentlichen Angelegenheiten, vor allem die wissenschaftlichen, zu fördern."