Martin Weise I.: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 7. Oktober 2023, 11:42 Uhr
Addenda zum Biogramm
- Getauft am 22.09.1605, beerdigt am 23.03.1693 in der Marienkirche (Grabstein erhalten)
- Vater ursprünglich aus Schottland und Ratsherr in Lübben, Mutter ist Tochter des Philip Doniken aus Lübben
- Nach Behandlung kaiserlicher und schwedischer Offiziere in Berlin schnell hochgeschätzter Mediziner
- Am 07.02.1631 Eheschließung mit Catharina Berchelmann, Tochter des Landrentmeisters Joachim Berchelmann
- 1638 Heilung des gefählich erkrankten Prinzen Friedrich Wilhelms
- Als Leibarzt in Berlin wohnhaft in der Klosterstraße 73 und der Heiligegeiststraße; weiterer Grundbesitz
- Sohn Theodor Weise in der Jugend gestorben
- Tochter Anna Rosina Weise heiratete am 09.05.1655 Gabriel Luther
- Tochter Catharina Elisabeth Weise heiratete Joachim Ernst Seidel
- Sohn Gottfried Weise wurde brandenburgischer/preußischer Hof- Geheim- und Kammerrat, 1698 geadelt
- Sohn Johann Jakob Weise wurde königich-preußischer Rat und Leibmedikus
- Der verschollene Nachlass soll eine Sammlung lateinischer Gedichte ("Clio Brandenburgica") und einen Aufstz zur Geschichte der brandenburgischen Leibärzte ("De archiatris Brandenburgicis") enthalten haben
Martin Weise wurde als Sohn von Theodor Weise († um 1615) und dessen Frau Margarethe geb. Donke († 1611) geboren. Sein Vater stammte aus Schottland und war Lübbener Ratsherr. Ab 1619 besuchte Martin Weise das Gymnasium in Bautzen und nach der Zerstörung Bautzens das Gymnasium in Stettin. Er studierte von 1622 bis 1624 (nach anderen Angaben von 1623 bis 1625) Medizin an der Viadrina (Studium: Frankfurt (Oder);1622;1624) und dann an der Universität (Studium: Wittenberg;1625;1628), wo er unter anderem Vorlesungen bei Daniel Sennert hörte. Nach dem Ausbruch der Pest reiste er nach Böhmen und Schlesien, nach seiner Rückkehr nach Wittenberg und seiner Disputation 1628 erhielt er das Lizenziat. 1629 wurde er in (Doktor: Wittenberg; 1629) bei Daniel Sennert zum Doktor promoviert und zog nach Berlin, wo er als praktischer Arzt arbeitete. Kaiserliche und schwedische Feldherren suchten seinen Rat und so wurde auch der brandenburgischen Kurfürst Georg Wilhelm auf ihn aufmerksam. 1631 ernannte (Leibarzt: Georg Wilhelm (Brandenburg); 1631; 1640) ihn zu seinem Leibarzt. In dieser Funktion verblieb er auch, da er 1635 einen Ruf als Professor nach Wittenberg ablehnte. Große Anerkennung seiner Arbeit erhielt er 1638, als er den schwerkranken Kurprinzen (Leibarzt: Friedrich Wilhelm I. (Brandenburg);1640; 1688) heilte, der später als Großer Kurfürst in die Geschichte einging. Auch diesem diente er als Leibarzt und wurde nach seinem Tod Leibarzt des Nachfolgers, Friedrichs III., dem späteren (Leibarzt: Friedrich I. (Preußen); 1688; ).
1631 heiratete er Catharina Berchelmann († 4. März 1671), mit der er vier Söhne und vier Töchter hatte, darunter den Arzt Martin Weise d. J. († 1671), den königlich-preußischen Geheimen Kammerrat Gottfried Weise, der in den 1750er Jahren 90-jährig starb, und Johann Jakob Weise, der königlich-preußischer Rat und Leibarzt wurde. Seine Tochter Anna Rosina (gest. nach 1699) heiratete den in Bayreuth wirkenden kurfürstlichen Regierungsrat und Kammergerichtsrat Dr. Gabriel Luther (1612–1672) und seine Tochter Catharina Elisabeth (1644–1673) den kurfürstlichen Rat und Bürgermeister von Cölln Joachim Ernst Seidel.
(Nach Wikipedia, 5.3.2022, geringfügig überarbeitet von Michael Stolberg)
Literatur und weiterführende Links
- CIV: https://www.civ-online.org/de/service/datenbank/#/matrikel/59cbe9a4d310d8380000d012?offset=63
- MAV Druck 17 172 (Leichenpredigt)
- MAV Druck 17 161 (Trauerrede)
- MAV Druck 17 168 (Trauerrede)
- Küster/Müller 1737, I 286 und 473, III 28, 283, 470 und 473
- Kestner 1740, 911
- Seidel/Küster 1751
- Moehsen 1771, II 144
- König 1793, 235 und 388-389 (295, 325, 388)
- Neumann 1835
- Friedländer 1887, 592
- ADB
- Treue 1951
- Winau 1971, 215-216
- Winau 1987, 13
- Bahl 2001, 615 u.ö.
- Noack/Splett 1997, 477-481.
- Winau 2002
- Koch 2007, 293, 298 und 335.